Demontsration

Mehr als 3.500 Menschen demonstrieren in Berlin für Palästina

Tausende Menschen fordern in Berlin ein Ende des Genozids in Palästinas. Sie protestieren gegen die katastrophale humanitäre Lage im Gazastreifen.

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Tausende Menschen demonstrieren für Palästina Nahost-Konflikt
Tausende Menschen demonstrieren für Palästina © shutterstock, bearbeitet by iQ

Mehr als 3.500 Menschen haben in Berlin an einer Demonstration in Solidarität mit Palästina teilgenommen. Unter dem Motto „United4Palestine – No Peace on Stolen Land“ (Vereint für Palästina – Kein Frieden auf gestohlenem Land) zogen sie vom Kanzleramt durch die Innenstadt bis zum Alexanderplatz. Die Polizei bezifferte die Teilnehmerzahl auf rund 3.500. Die ursprünglich geplante Route zum Potsdamer Platz wurde geändert.

Die Demonstration richtete sich gegen die israelische Besatzungspolitik und den anhaltenden Genozid gegen die palästinensische Bevölkerung. Viele Teilnehmende trugen palästinensische Flaggen und zeigten Transparente mit Aufschriften wie „Schluss mit Besatzungsterror“ und „Staatsräson Völkermord“. In Sprechchören forderten sie unter anderem die Freiheit Palästinas.

Nach Angaben eines Polizeisprechers verlief die Demonstration weitgehend störungsfrei. Vereinzelt nahm die Polizei Menschen vorübergehend fest, unter anderem wegen des Verdachts auf die Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole oder volksverhetzende Parolen. Insgesamt habe es eine einstellige Zahl von Festnahmen gegeben.

Ein Jahr nach Waffenruhe bleibt Lage im Gazastreifen weiterhin katastrophal

Auch ein Jahr nach Inkrafttreten der Waffenruhe am 10. Oktober 2025 bleibt die Lage im Gazastreifen katastrophal. Nach Angaben des UN-Amts für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) wurden zwischen dem 23. und 30. September 2026 weitere 29 Palästinenser getötet und 147 verletzt. Seit Beginn der Waffenruhe wurden den Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza zufolge insgesamt 1.431 Todesopfer und 5.026 Verletzte gemeldet. Die Waffenruhe hat die Gewalt somit nicht beendet.

Zugleich leben große Teile der Bevölkerung unter äußerst prekären Bedingungen. Viele Menschen sind vertrieben, Wohnhäuser und zivile Infrastruktur wurden zerstört, und der Zugang zu lebensnotwendigen Gütern bleibt eingeschränkt. Human Rights Watch erklärte zum Jahrestag der Waffenruhe, dass israelische Streitkräfte weiterhin Zivilisten töteten und verletzten und nicht ausreichend Nahrung, Wasser und humanitäre Hilfe in den Gazastreifen gelangten. Die Organisation bewertet das Vorgehen Israels weiterhin als Genozid und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. (dpa/iQ)