FAQ zum Ramadan

Ramadan 2026: Alles Wichtige über den Fastenmonat

In wenigen Wochen beginnt der Monat Ramadan für Muslime. Doch warum fasten Muslime und was bedeutet der Monat im Alltag? Ein Überblick zu Terminen und Hintergründen.

31
01
2026
0
Ramadan 2026 - Infos und Iftarzeiiten
Ramadan 2026 © Shutterstock, bearbeitet by iQ.

Der Ramadan beginnt dieses Jahr am 19. Februar und endet am 19. März. Danach folgt das Ramadanfest, das vom 20. bis 22. März gefeiert wird. Der Fastenmonat richtet sich nach dem islamischen Mondkalender, weshalb sich sein Beginn jedes Jahr um etwa zehn Tage nach vorne verschiebt.

Für Musliminnen und Muslime weltweit ist diese Zeit von besonderer Bedeutung, da sie dieser Zeit fasten gläubige Muslime von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang und verzichten auf Essen, Trinken und andere körperliche Bedürfnisse.

Das Fasten und der Ramadankalender

Das Fasten gehört zu den fünf Säulen des Islams und ist damit eine der wichtigsten religiösen Pflichten. Es dient nicht nur der Selbstdisziplin, sondern soll auch dazu beitragen, innere Ruhe zu finden, Dankbarkeit zu entwickeln und den Blick auf das Wesentliche zu lenken.

Viele Musliminnen und Muslime orientieren sich während des Ramadans an einem speziellen Ramadankalender, der die täglichen Zeiten für das Fastenbrechen am Abend und die Mahlzeit vor Sonnenaufgang angibt. Diese Gebets- und Essenszeiten unterscheiden sich je nach Ort und helfen dabei, den religiösen Alltag verlässlich zu strukturieren.

Zeit für Spiritualität

Seine besondere Bedeutung erhält der Ramadan durch die Offenbarung des Korans, deren Beginn nach islamischem Glauben in diesen Monat fällt. Viele Muslime lesen in dieser Zeit regelmäßig im Koran, besuchen zusätzliche Gebete und setzen sich intensiver mit ihrem Glauben auseinander. Besonders die abendlichen Tarawîh-Gebete und die letzten zehn Tage des Monats gelten als spirituelle Höhepunkte, in denen sich manche Muslime bewusst zurückziehen, um sich dem Gebet und der Reflexion zu widmen.

Fasten ist keine Belastung

Doch nicht jeder Muslim muss in dieser Zeit fasten. Es gibt auch Ausnahmen. Kranke, ältere Menschen, Reisende sowie schwangere oder stillende Frauen sind davon befreit und können versäumte Tage später nachholen. Diese Regelungen unterstreichen, dass das Fasten nicht als Belastung, sondern als freiwillig gelebte Glaubenspraxis verstanden werden soll.

Der Ramadan ist jedoch mehr als eine religiöse Pflicht. Er ist eine Zeit der Gemeinschaft, der Besinnung und der sozialen Verantwortung. Spenden, Nachbarschaftshilfe und Engagement für Bedürftige gehören für viele fest dazu. Mit dem Ramadanfest endet der Fastenmonat feierlich, doch die Erfahrungen und Impulse dieser besonderen Wochen wirken für viele Menschen weit darüber hinaus.

Kleine Gesten, große Wirkung

Im Alltag verändert der Ramadan den Tagesrhythmus vieler Gläubiger deutlich. Frühe Mahlzeiten vor Sonnenaufgang, gemeinsames Iftar am Abend und häufigere Moscheebesuche prägen diese Wochen. Auch im beruflichen und schulischen Umfeld ist gegenseitige Rücksichtnahme hilfreich. Kleine Gesten des Verständnisses tragen dazu bei, ein respektvolles Miteinander zu fördern.