Die Freitagspredigt der Muslime behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

Die Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) behandelt den Umgang mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Besitz, Gesundheit und alle Möglichkeiten des Menschen würden als zeitlich begrenzte Gaben Allahs verstanden. Wer sich dessen bewusst sei, könne Schwierigkeiten mit Geduld tragen und Vertrauen in Allah bewahren.
Mit Blick auf Kriege, wirtschaftliche Krisen und Versorgungsengpässe erinnere die Predigt daran, dass letztlich Allah für die Versorgung aller Geschöpfe sorge. Gläubige seien daher aufgerufen, ihren Lebensunterhalt auf erlaubte Weise zu erwerben und auch in schwierigen Zeiten keine verbotenen Mittel zu nutzen. Zugleich solle verantwortungsvoll mit den eigenen Ressourcen umgegangen und Verschwendung vermieden werden. Die Predigt warne insbesondere vor übermäßigem Konsum und rufe dazu auf, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Bedarf und Maßhalten zu wahren.
Abschließend werde die Angst vor Armut thematisiert, die Menschen vom Spenden abhalten könne. Bereits der Prophet Muhammad (s) und seine Gefährten wirtschaftliche Not erlebt, sich jedoch gegenseitig unterstützt und ihren Besitz mit Bedürftigen geteilt hätten. Dieses Vorbild solle Muslime dazu ermutigen, trotz eigener Sorgen solidarisch zu handeln und Arme, Bedürftige sowie Unterdrückte nicht zu vergessen.
Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) widmet sich den Gefahren, die die Jugendlichen bedrohen. Allah habe dem Menschen einen hohen Wert verliehen und ihn aufgefordert, seine körperliche, geistige und seelische Gesundheit zu bewahren. In diesem Zusammenhang wurden Drogen, Alkohol, Glücksspiel und andere Suchtmittel verboten.
Drogen und Suchtmittel seien eine gewaltige Plage. Sie rauben dem Menschen den Verstand, die Willenskraft sowie die Gesundheit. Sie trennen ihn von seiner Familie, seiner Bildung und der Gesellschaft. Dieser verhängnisvolle Weg, der oft mit den Verlockungen des Satans und den Fallen eines falschen Freundeskreises beginne, verdunkle die Zukunft vieler junger Menschen und zerstör den gesellschaftlichen Frieden.
Als Gläubige habe man die Pflicht, alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen gegen Gefahren zu ergreifen und auf Allah zu vertrauen. Suchtverhalten sei eine ernsthafte Krankheit, die professionelle Behandlung und Unterstützung erfordere. In solchen Fällen sollte man ohne Verzögerung Fachärzte, Psychologen sowie Beratungs- und Rehabilitationszentren aufsuchen.
Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.