Beim traditionellen Ramadan-Empfang im Bremer Rathaus betonte Bürgermeister Andreas Bovenschulte die Bedeutung des interreligiösen Dialogs. Er dankte der muslimischen Gemeinschaft für ihr soziales Engagement.

Zum Ende des Fastenmonats Ramadan hat der Bremer Senat am Montag traditionell Vertreterinnen und Vertreter der muslimischen Gemeinschaft empfangen. Bürgermeister Andreas Bovenschulte betonte die Bedeutung des interreligiösen Dialogs für ein friedliches Zusammenleben. „Das vertrauensvolle Miteinander der Religionen ist unverzichtbar für ein respektvolles und weltoffenes Miteinander in unserer Gesellschaft“, sagte Bovenschulte.
Er dankte den Musliminnen und Muslimen in Bremen und Bremerhaven für ihr Engagement im sozialen Bereich. Besonders hob er die Gründung eines muslimischen Wohlfahrtsverbandes im vergangenen Jahr hervor. „Sie übernehmen Verantwortung und gestalten unsere gemeinsame Zukunft mit“, sagte der Bürgermeister.
Bovenschulte unterstrich, dass Religion, die zur ideologischen Aufladung von Konflikten genutzt werde, den Dialog zwischen den Glaubensgemeinschaften besonders wichtig mache. Ziel sei es, Vorurteile abzubauen, die Perspektive der anderen zu verstehen und gemeinsame Werte zu fördern. Der Fastenmonat diene dabei als Gelegenheit, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, Gemeinschaft zu stärken und Bedürftigen zu helfen.
Seit 1998 lädt der Bremer Senat jährlich zum Ramadan-Empfang ins Rathaus ein. Auch Vertreterinnen und Vertreter der christlichen Kirchen sowie der Jüdischen Gemeinde sprechen bei der Veranstaltung Grußworte, um den interreligiösen Austausch zu fördern.