Modellprojekt

Erster Antrag auf Gebetsruf in Köln eingegangen

Die Stadt Köln will im Rahmen eines Modellprojekts den Gebetsruf zum Freitagsgebet ermöglichen. Nun wurde der erste Antrag gestellt.

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Köln - Silvesternacht © by Marco Verch auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Bei der Stadt Köln ist ein erster Antrag zur Genehmigung von Muezzin-Rufen eingegangen. Gestellt habe ihn eine Moscheegemeinde aus dem rechtsrheinischen Teil der Stadt, teilte eine Sprecherin am Mittwoch mit. Er werde nun geprüft. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, war zunächst nicht abzusehen.

Köln hatte Anfang Oktober erklärt, dass Moscheegemeinden auf Antrag und unter bestimmten Auflagen künftig ihre Gläubigen zum mittäglichen Freitagsgebet rufen dürften. Zu den Auflagen gehört, dass der Gebetsruf nicht länger als fünf Minuten dauert. Für die Lautstärke gibt es eine Höchstgrenze, die je nach Lage der Moschee festgelegt wird. Außerdem muss die jeweilige Moscheegemeinde die Nachbarschaft frühzeitig mit Flyern informieren und eine Ansprechperson benennen, die Fragen beantworten oder Beschwerden entgegennehmen kann.

Das Modellprojekt ist zunächst auf zwei Jahre befristet. In den ersten Wochen nach dem Start waren aber noch keine Anträge eingegangen.

Die Stadt Köln verweist bei ihrer Initiative auf die im Grundgesetz verbriefte Freiheit der Religionsausübung. Während in christlichen Kirchen die Glocken läuteten, um die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen, seien es in den Moscheen muslimischer Glaubensgemeinschaften die Rufe des Muezzins, die diesen Zweck erfüllten. (dpa, iQ)

Leserkommentare

Timotheus sagt:
Wenn dieses Modellprojekt nach zwei Jahren eingestellt würde, dann dürfte der muslimische Aufschrei sehr groß sein. Köln könnte einen Islam-Aufstand erleben, wie es ihn noch nie gab. Der Allah, zu dessen Anerkennung und Verehrung beim Muezzin-Ruf ermahnt wird, fordert seine Gläubigen auf, ggfs. auch mit der Waffe gegen alle Nichtmuslime zu kämpfen; (vgl. z.B. die Koranverse 2,193; 2,216; 9,5; 8,12), bis nur noch der Islam herrscht (Koranvers 2,193). Dass dies kein Schauermärchen ist, zeigt ein Blick in die Geschichte des Islams mit der breiten Blutspur, die er hinterlassen hat. Im heiligen Koran verflucht zudem Allah Christen und Juden sowie alle anderen sog. Ungläubigen (4,52; 5,13; 33,64), bezeichnet sie als "die schlechtesten Geschöpfe" (98,6), nennt sie verstandeslos (2,171; 2,18; 9,29; 9,127) und schlimmer als Tiere (8,55 f.), bezeichnet sie als Lügner (37,151) und erklärt sie für unrein (9,28). Dieser Allah gestattet die Versklavung von Menschen und will dem Mohammed sogar selbst Sklavinnen zugewiesen haben, welche dieser auch sexuell nutzen konnte (33.50). Allah gestattet den Männern bis zu vier Ehefrauen (4,3) und zusätzlich auch Geschlechtsverkehr mit Sklavinnen (23,6; 70,30). Und Allah erlaubt den Muslimen auch den Frauentausch (4,20). Zu diesem 'Gott' ruft vom Minarett der Muezzin. Es geht dabei um den Allmachtsanspruch des Koran-Allah und um dessen 'Lebensordnung'. Manche Kölner fragen, wie kann die Oberbürgermeisterin Reker es mit ihrem Amtseid vereinbaren, daß in Köln auch von Minaretten aus lautstark für eine Religion geworben werden kann, die Menschen nach Belieben Menschenrechte und Menschenwürde im Sinne der UN-Menschenrechts-Deklaration verwehren kann.
11.11.21
22:19
Dilaver_Çelik sagt:
Ich melde mich mal kurz zurück: Öffentliche Muezzinrufe über Lautsprecher sind in Deutschland nicht vom Wohlwollen, von der Zustimmung oder von der Meinung der Bevölkerung oder irgendwelcher "Experten" abhängig. Und auch keine Belohnung für "gelungene Integration". Sondern im Rahmen der Religionsfreiheit nach Art. 4 GG Abs. 1-2 sowie der Bestimmungen des Bundesimmissionsschutzgesetes rechtlich zulässig und geschützt sowie genaustens geregelt. Öffentliche Muezzinrufe über Lautsprecher sind in Deutschland abhängig vom Standort bis zu einer bestimmten Dezibelhöhe erlaubt. Im Umkehrschluss heißt das, dass die Lautsprecher nicht jenseits der rechtlich zulässigen Dezibelhöhe aufgedreht werden dürfen. In der Praxis heißt das, dass der Muezzinruf lediglich in verhaltener Lautstärke und meistens nur in unmittelbarer Umgebung der Moschee zu hören ist. Das ist ein sehr guter Kompromiss, den der Gesetzgeber einerseits zwischen Religionsfreiheit und Lärmschutz geschaffen hat, andererseits auch zwischen positiver Religionsfreiheit und negativer Religionsfreiheit. Und diesen vom Gesetzgeber geschaffenen Kompromiss müssen alle Seiten hinnehmen. Ergo: Genauso wie es keinen Anspruch auf laute Gebetsrufe jenseits der zulässigen Dezibelhöhe gibt, genauso gibt es auch keinen Anspruch darauf dass lautsprecherverstärkte öffentliche Gebetsrufe zu unterlassen sind. Im Beschwerdefall gegen den lautsprecherverstärkten öffentlichen Gebetsruf, sofern man als Anwohner selbst betroffen ist, kann höchstens erreicht werden, dass die zulässige Dezibelgrenze eingehalten wird - sprich: Dass die Lautstärke des Lautsprechers bis zur zulässigen Dezibelhöhe leiser gedreht wird - nicht jedoch dass der öffentliche Gebetsruf verstummt. Auf den Inhalt sowie der inhaltlichen Beurteilung des Gebetsrufs kommt es nicht an. Aus der Ablehnung des Inhalts kann kein Anspruch abgeleitet werden, öffentliche Gebetsrufe zu unterlassen oder behördlich zu unterbinden. Es kommt ausschließlich darauf an: Wann, wo und wie laut. Nicht mehr und nicht weniger. Fazit: Öffentliche Muezzinrufe über Lautsprecher - ob einmal in der Woche oder fünfmal am Tag - die in arabischer Sprache erfolgen und durchschnittlich 4 Minuten dauern, sind im Rahmen der oben genannten Regelungen der Umgebung zumutbar, weil sie kaum lauter als 50-60 Dezibel sein werden. Wer das in Abrede stellt, der hat entweder die Rechtslage nicht begriffen, oder er möchte in seiner Ignoranz verharren und Muslime an der rechtlich geschützten öffentlichen Ausübung ihrer Religion behindern. Ist letzteres der Fall, dann ist das nicht hinnehmbar und muss rechtliche Konsequenzen haben. Wer beschimpfenden Unfug verübt oder mit Drohungen und Einschüchterungen versucht, eine Moscheegemeinde dazu zu bewegen, den lautsprecherverstärkten öffentlichen Muezzinruf zu unterlassen, oder gar das Ordnungsamt gegen die Moscheegemeinde aufzuhetzen versucht, der muss mit einer Strafanzeige gegen sich rechnen.
12.11.21
14:59