Moscheeangriffe

Meldestelle registriert 141 Angriffe auf Moscheen

Ein Jahr nach Beginn der Arbeit der bundesweiten Meldestelle für Moscheeangriffe „#brandeilig“ haben die Verantwortlichen erstmalig Bilanz gezogen. Mitentscheidend für Vorfälle sei die niedrige Aufklärungsquote.

18
06
2020
brandeilig - Moscheeangriffe, Angriffe auf Moscheen
brandeilig - Initiative gegen Moscheeangriffe

Schmierereien, HassbotschaftenBrandstiftungen oder das Hinterlassen von Tierkadavern. Moscheeangriffe in Deutschland sind keine Seltenheit. Die Initiative gegen Moscheeangriffe – #brandeilig hat im vergangenen Jahr 141 Angriffe auf Moscheen und muslimische Einrichtungen registriert. Das sind 29 Angriffe mehr als 2018 (112). Es sei jedoch davon auszugehen, dass die Dunkelziffer für 2019 höher liege.

Damit setzt sich der steigende Trend in den Jahren 2016 (107) und 2017 (95) fort. Zwischen den Jahren 2014-2019 wurden insgesamt 612 Moscheeangriffe erfasst. „Der antimuslimische Rassismus stellt eine Gefahr, nicht nur für Muslime, sondern auch für die Gesamtgesellschaft dar“, erklärt #brandeilig. Am häufigsten seien Moscheen in Nordrhein-Westfalen (149), Baden-Württemberg (79), Niedersachsen (74) und Bayern (63) betroffen.

Als besonders besorgniserregend bezeichnen die Verantwortlichen des Projekts, die immer noch „mangelnde Sensibilisierung für den antimuslimischen Rassismus, sowohl in den Behörden, als auch aus der Mitte der Gesellschaft heraus“. Denn zum einen fehlen effektive und vorbeugende Sicherheitsmaßnahmen und zum anderen seien die Gemeinden nach einem Angriff zumeist auf sich allein gestellt.

Aufklärungsquote motiviert Wiederholungstäter

Der Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassismus jedweder Art ist nicht Aufgabe der davon betroffenen Menschen. „Die meisten Täter werden nie gefasst und verurteilt. Das ebnet den Weg für Wiederholungstäter und vermittelt ein falsches Signal“, so der Projektkoordinator Yusuf Sarı.

#brandeilig ist eine Initiative der Antidiskriminierungsverbandes FAIR international e.V. und hat sich zum Ziel gesetzt, insbesondere diese Form vom antimuslimischen Rassismus sichtbar zu machen. Die Meldestelle führt eine eigene Statistik, die in der Regel von den Zahlen der Polizei abweicht, da die Polizei nicht alle Angriffe auf eine Moschee als „Moscheeangriffe“ kategorisiert.

 

Leserkommentare

Dilaver Çelik sagt:
612 Angriffe auf Moscheen in den vergangenen 5 Jahren sind als Folge von so viel antimuslimischer Propaganda in den Medien nicht verwunderlich. Wir brauchen mehr Muslime in den Rundfunkbeiräten und Zeitungsredaktionen, welche auf die Berichterstattung positiven Einfluss ausüben können. Zugleich gibt es keinen besseren Beleg dafür, dass Moscheen Polizeischutz brauchen, welche solche Angriffe präventiv verhindern würden. Alles andere ist bereits gesagt. Deswegen halte ich mich mit diesem Kommentar kurz.
18.06.20
15:42
Kritika sagt:
L.S. Was machen die Muslims anders als alle zivilisierte Religiöse Gruppen, dass sie als einziger von rund 50 Kirchen, Sekten, Religionen eine Meldestelle für GebäudeBeschädigung brauchen? Ich bin mir Sicher, es kommt davon, dass der Islam als einzige religiöse Gruppe als Verkörperung der typisch Islamische Merkmale KopftuchBelästigung , Terror, Vergewaltigung , und Mord wahrgenommen wird. Da es sich bei Moschee-Beschädigung lediglich um kleinste Sachschaden handelt und auch sanftes Kopftuchentfernen höchstens harmlose und mahnende erinnerungs-Kratzer hinterlässt, stellen beide Massnahmen ideale Mittel dar, den Muslims daran zu erinnern, sich ein Beispiel zu nehmen an alle andere religiöse Gruppen -- die sich aber im Gegensatz zum Islam -- alle zivilisiert und rechtstreu verhalten. Ich bin deshalb dafür, die Meldestelle abzuschaffen. Gruss, Kritika
19.06.20
21:14
Josef Gelb sagt:
@Kritika Als besonders besorgniserregend bezeichnen die Verantwortlichen des Projekts, die immer noch „mangelnde Sensibilisierung für den antimuslimischen Rassismus, sowohl in den Behörden, als auch aus der Mitte der Gesellschaft heraus“. Genau das belegen Sie mit Ihrem Kommentar :) Lektüre Tipps: Mitte-Studien, Islamophobie Report, Jahresberichte des ADS, Berichte des BKA... die Liste ist lang. Viel Spass beim Lesen
22.06.20
14:38
IslamFrei sagt:
An Diliaver celic RE Ihr Post dd 18 /06/2020 Verstehe; es ist die Lügenpresse. Klar, dass die Lügenpresse für das total ramponierte Image des Islam und der Muslims die volle Verantwortung trägt. Schliesslich ist sie es, die Lügenpresse, welche das skandalöse Benehmen der Muslims an 's Licht bringt. Es ist höchste Zeit, dass diese Schweinerei eine völlig andere wird. In gemeinsamer Empörung, Islamfrei
23.06.20
9:33
grege sagt:
Wer pauschal den Medien Propaganda unterstellt, spielt auf derselben Klaviatur wie Extremisten.Kein Wunder, dass Kritiker und Skeptiker gegenüber dem Islam in diesem Land bedroht werden, was den Polizeischutz von namhaften Islamkritikern belegt. Dass solchen Worten auch Taten folgen, zeigen dieV Vielzahl von terroristischen Anschlägen, Morden und Mordversuchen hier in Europa. Auch einige Muslime in diesem Forum mögen solche Terroranschläge nicht begehen, tragen aber mit ihren hetzerisch anmutenden Aussagen gegen Medien zu einer geistigen Brandstiftung bei.
27.06.20
6:50
Dilaver Çelik sagt:
Grege, hören Sie mit Ihren Psychospielchen auf.
27.06.20
17:37