Gesellschaft für bedrohte Völker

Menschenrechtler warnen vor Vertreibung von Muslimen aus Indien

Menschenrechtler warnen vor der Vertreibung und Ausgrenzung von Muslimen aus Indien. Es drohe eine humanitäre Katastrophe.

01
09
2019
Flüchtlinge sind Menschen, wie Du und ich. © Ververidis Vasilis / Shutterstock.com

Mehr als 1,9 Millionen Menschen droht nach Einschätzung von Menschenrechtlern die Vertreibung aus dem Nordosten von Indien. Die Behörden verweigerten Angehörigen der muslimischen Minderheit die Registrierung als Staatsbürger, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Samstag in Göttingen erklärte. Damit entrechten und grenzen ssie Muslime gezielt aus. „Indien soll zum Hindu-Staat gemacht werden, in dem kein Platz für Andersgläubige und Minderheiten ist“, sagte GfbV-Direktor Ulrich Delius.

Das nationale Register für Staatsbürger hatte den Angaben zufolge am Samstagmorgen nach Ablauf aller Einspruchsfristen das Ergebnis seiner Prüfung des Einwohnerregisters veröffentlicht und 1,9 Millionen Bewohner der Region Assam zu illegalen Migranten erklärt. Ein Großteil der Menschen, denen damit die Staatenlosigkeit drohe, seien Muslime. Nach dem Willen der indischen Behörden sollen sie in Internierungslager eingewiesen und in das Nachbarland Bangladesch abgeschoben werden. Doch Bangladesch lehnt ihre Aufnahme ab.

Der Registrierungsprozess sei „von Willkür und unzähligen Unregelmäßigkeiten gezeichnet gewesen“, kritisierte die GfbV. Der Region Assam drohe nun eine humanitäre Katastrophe, denn niemand wisse, wie es mit den Betroffenen weitergehe. Sechs Internierungslager sind nach Angaben der Organisation bereits eingerichtet worden. (dpa/iQ)

Leserkommentare

IslamFrei sagt:
Liebe Leserinnen und Leser, Seit der Gründung der Staaten India Pakistan Bangladesch, und des Mischgebietes Kasmire, sorgen Muslims in diesen Gebieten für Streit. India hat die Erfahrung gemacht, dass Hindus ( bis auf die Macke mit den heiligen Kühen ) zu einem friedlichen Zusammenleben bereit- und in der Lage sind der MuslimAnteil jedoch ständig wächst und DauerÄrger verursacht. So schmerzlich und ungerecht es für einzelne Muslims sicher ist: India sitzt am längeren Hebel; Muslims zeigen von Jemen im Süden bis Afghanistan im Norden, dass man mit ihnen nicht konfliktfrei zusammenleben kann. Auch in Deutschland überziehen Muslims ständig die Gerichte mit ihren absurden Sonder-Wurst-Wünschen, Muslims gehören auch hier zu den aller- unbeliebtesten-Menschen. Deshalb ist es friedenstiftend, wenn auch schmerzhaft und ungerecht für den Einzelfall, wenn India die Muslims vor der Tür setzt. IslamFrei
02.09.19
1:22
Emanuel Schaub- sagt:
Tut mir leid es sagen zu müssen; Bei solchen Nachrichten neige ich dazu den Zeugen Jehovas zu glauben ,resp. zu hoffen , das "bald das Ende dieses systems der Dinge " eingeläutet werde. Warum führt nahezu jeder Glaube zu solchem Unheil? Ratlos emanuel
02.09.19
11:22
Kafira sagt:
Liebe Leser, " Menschenrechtler warnen vor der Vertreibung und Ausgrenzung von Muslimen aus Indien. Es drohe eine humanitäre Katastrophe. " So der Header des Berichtes. Kafira meint: India ist zwar Atommacht und greift nach Raumfahrt , hat fähige Software Entwickler aber dennoch ist es ein Entwicklungsland. Noch immer haben viele Menschen als einzige Toilette den Strassenrand. Ob die ' Ausgrenzung ' eine Katastrofe ist hängt ganz davon ab, into welchem Land die Moslims entsorgt werden sollen. Wären es die stxnkreichen Golfstaaten oder Saudi Arabia, dann könnte das für die Vertriebenen besser als der AllahHimmel sein. Wäre das Pakistan oder Bangladesch, dann könnte tatsächlich eine humanitäte Katastrofe blühen. "Allah weiss am Besten " heisst es 100.000 mal im Koran. Wissen ist nicht nachprüfbar; Handeln ist sehrwohl nachprüfbar. Beim ( nicht ) Handeln offenbart sich immer wieder die Hilfslosigkeit Allahs Ungläubige sagen " die NichtExistenz " von Allah. Kafira ist gespannt ob den Beitrag Allahs, die drohende humanitäre Katastrofe abzuwenden. Kafira
03.09.19
1:28
Muschti sagt:
Hier ein paar kleine Ideen für Menschen, die sich mit dem Thema „aktive sowie für den Menschen ersichtliche bzw. physisch und sinnlich erfahrbare Einmischung Gottes zur Verhinderung respektive Vereitelung von leidbringenden Handlungen durch andere Menschen ernsthaft“ beschäftigen möchten: allein in der christlichen Theologie gibt es die Disziplin der Theodizee, wo gerade diese Fragen aus den unterschiedlichsten Perspektiven durchleuchtet werden. In der islamischen Theologie gibt es selbstverständlich auch diverse wissenschaftliche/ philosophische Strömungen um dieses Thema. Fachkundige Literatur ist allen anzuraten (Alexander Garth, Warum ich kein Atheist bin) , die sich hiermit intellektuell auseinandersetzen möchten. Hierzu kann eine leichte Neigung zu Philosophie, Naturwissenschaft sowie weitere Geisteswissenschaften gewinnbringend sein. Kausalitätsprinzip und Gottesbeweis Atheisten verneinen Gottesexistenz und müssen hierzu jedoch erstmal ein Bild von Gott sich erschaffen, damit sie IHN verneinen können. Genau hier konstatiert der Atheist durch den Gedanken bzw. eine Vorstellung von Gott eine Wesenheit, welche er wiederum verneint. Wichtig hierbei ist die Tatsache, dass nicht Gott und viel eher die Vorstellungen von einem Gott im Nachhinein verneint werden. Indem der Atheist oder auch Realist, der nur das sichtbare, „erfahrbare“ als existent erkennt und mithilfe seines Geistes eine Vorstellung von einer Wesenheit gewinnen möchte, die jedoch so mächtig, dass sie mit dem begrenzten menschlichen Intellekt schwer erfassbar ist, wird der Atheist unterbewusst zum Gläubigen. Jedem Schritt der Verneinung geht ein Schritt der Bejahung voraus! Wie kann ich etwas abweisen, dass es nicht gibt?! Wie soll ein Ozean in ein Glas hineinpassen?
19.09.19
11:57