Militär

SPD für muslimische Militärseelsorge in der Bundeswehr

Die SPD fordert jüdische und muslimische Militärseelsorge für die Bundeswehr, nach dem Modell der bereits bestehenden christlichen Seelsorge.

30
01
2019
Militärseelsorge
Symbolbild: Bundeswehr, MAD © by Dirk Vorderstraße auf flickr, bearbeitet by IslamiQ.

Die SPD Fraktion hat sich für eine jüdische und muslimische Millitärseelsorge ausgesprochen. Dazu verabschiedete die Arbeitsgemeinschaft Sicherheits- und Verteidigungspolitik am Dienstag in Berlin ein Positionspapier. Nach dem Modell der evangelischen und der katholischen Militärseelsorge solle künftig ein Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik und dem Zentralrat der Juden den rechtlichen Rahmen für die jüdische Militärseelsorge setzen, erläuterten der verteidigungspolitischer Sprecher der Fraktion, Fritz Felgentreu, und der zuständige Berichterstatter, Josip Juratovic. Ebenso wichtig sei es, auch für eine islamische Militärseelsorge eine geeignete Form zu finden.

Für den Zusammenhalt der Bundeswehr sei es entscheidend, dass Menschen aller Religionen ganz selbstverständlich ihren Beitrag leisteten. Nur eine Armee, die sich als Spiegel der Gesellschaft verstehe, werde ihren Auftrag auf Dauer mit voller Kraft erfüllen können.

Juratovic und Felgentreu dankten dem Zentralrat der Juden „für seine Bereitschaft, 100 Jahre nach dem Ende des 1. Weltkriegs die jüdische Militärseelsorge wieder aufzunehmen“. Zum Aufbau einer islamischen Seelsorge müsse das Verteidigungsministerium geeignete Partner suchen. Auch der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hans-Peter Bartels (SPD), bekräftigte in seinem am selben Tag veröffentlichten Jahresbericht 2018, die Forderung nach muslimischen Militärseelsorgern. (KNA/iQ)

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. Beim Militär werden nur wenig Muslims aufgenommen, sie können nicht mit Sicherheits-relevante Aufgaben betreut werden wegen ihrer radikalen Ideologie. Deshalb lohnt sich ein Islamischtischer Armee-Mufti nicht. Sicher wäre es ein grosser ImageGewinn, wenn die Muslims auch einen Seelsorger Muftie hätten. aber den Gefallen sollte man ihnen nicht tun. Gruss, Kritika
31.01.19
0:28
Frederic Voss sagt:
Wenn Menschen ihre Friedens-Religion wirklich ernsthaft leben wollten, würden sie sich nicht für Kriegsdienst, Waffenausbildung und gläubiges Militär-Gehorsamstraining zur Verfügung stellen. Auch Militärseelsorge islamischer Art wäre überflüssig.
31.01.19
22:24
Ute Fabel sagt:
Soldaten sollen in ihrer dienstfreien Zeit zu Priestern, Imamen und Rabbis gehen, wenn ihnen danach ist. Die Bundeswehr selbst sollte sich ideologisch neutral verhalten und darf zu keiner Werbeplattform auf Staatkosten für Scharlatane aus ausgewählten Glaubensgruppen werden. Richtig wäre eine Betreuung durch Psychologen für alle anzubieten, die über eine anerkannte fachliche Qualifikation verfügen.
01.02.19
12:21
Frederic Voss sagt:
Bei aller Frömmigkeit oder Frömmelei, die hier mitschwingt, muß die Bundeswehr schon sehr darauf bedacht sein, daß sie keinen Fundamentalismus-Schutz betreibt, sondern vor allem Schutz vor Islam-Extremismus mit allen Folgeerscheinungen.
02.02.19
19:27