Rassismus

Mann in Bus rassistisch beleidigt und an Haltestelle getreten

Drei Männer haben in einem Berliner Bus einen anderen Mann rassistisch beleidigt und getreten. Der Staatsschutz ermittelt.

04
01
2020
0
Muslimin, Islamfeindlichkeit, Polizist, Polizei, Kopftuch, Angriff auf Muslimin
Symbolbild: Polizei © shutterstock, bearbeitet by iQ.

Drei Männer haben einen anderen Mann in einem Bus der Linie M29 aufgrund seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt. An der Haltestelle Pflügerstraße brachte das Trio den Mann am Donnerstagmittag außerhalb des Busses zu Boden und trat mehrmals auf ihn ein, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Auslöser war demnach ein Streit, nachdem der Attackierte einen der Männer wegen des voll besetzten Busses berührt hatte. Erst als Zeuginnen an der Haltestelle die Angreifer ansprachen, ließen sie von ihrem Opfer ab. Das Trio floh. Der Angegriffene war beim Eintreffen der Polizei am Tatort in Neukölln ebenfalls nicht mehr da. Der Staatsschutz ermittelt.

Rassistische Angriffe in Berlin kein Einzelfall

In Berlin gab es bereits öfter solche Art von Angriffen. Ein Unbekannter hatte im Oktober einen Mann im Berliner U-Bahnhof rassistisch beleidigt und umgestoßen. Der Mann griff den 27-Jährigen am frühen Morgen an, als dieser die Treppen der Station Cottbusser Platz in Hellersdorf betreten wollte, wie die Polizei mitteilte. Das aus Sierra Leone stammende Opfer fiel auf die Treppenstufen und erlitt Verletzungen an Nase und Stirn, die im Krankenhaus behandelt wurden.

Mehrmals kam es auch zu rassistischen Angriffen auf muslimische Frauen mit Kopftuch. Ein unbekannter Mann hatte beispielsweise auch im Oktober eine Frau mit Kopftuch in Berlin-Friedrichshagen an den Armen gepackt und ihr in den Bauch getreten. Die 27-Jährige klagte nach dem Angriff über Schmerzen im Bauch, wie die Polizei mitteilte. Man gehe davon aus, dass die Frau wegen ihres Kopftuchs angegriffen wurde. (dpa/iQ)