Frankfurt

Erneut Drohungen gegen türkischstämmige Anwältin

Die Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz erhielt erneut einen Drohbrief. Sie erhielt bereits mehrere Drohbriefe mit der Unterschrift „NSU2.0“. Unter Verdacht stehen mehrere Frankfurter Polizeibeamte, gegen die ermittelt wird.

30
01
2019
Anwältin Seda-Başay-Yıldız
Anwältin Seda-Başay-Yıldız © AA, bearbeitet by iQ.

Eine türkischstämmige Frankfurter Anwältin ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft erneut bedroht worden. Ein im Januar eingegangenes Drohschreiben sei nun ebenfalls Gegenstand der Ermittlungen, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Weitere Details wollte sie nicht nennen. Die „Süddeutsche Zeitung“ (Mittwochausgabe) berichtete von mehreren bisher öffentlich nicht bekannten Drohschreiben.

In den Schreiben an die Anwältin Seda Basay-Yildiz würden Ausdrücke verwendet, die nach Ansicht der Psychologen des hessischen Landeskriminalamtes (LKA) auf Insiderwissen aus der hessischen Polizei hindeuteten, schreibt die Zeitung. Das LKA wollte sich dazu am Mittwoch inhaltlich nicht äußern.

Die Anwältin hatte bereits mehrere Drohfaxe mit der Unterschrift „NSU 2.0“ erhalten. Nach dem ersten Drohfax im August 2018 kam heraus, dass Hintergrundwissen über die Anwältin aus dem polizeilichen Informationssystem eines Computers einer Beamtin des 1. Reviers in Frankfurt abgefragt worden war.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde eine mutmaßliche rechtsextreme Chatgruppe in der Frankfurter Polizei aufgedeckt. Staatsanwaltschaft und LKA ermitteln unter anderem wegen Volksverhetzung gegen sechs inzwischen suspendierte Beamte. Sie sollen sich über einen Messenger-Dienst beleidigende und fremdenfeindliche Bilder, Videos und Texte zugeschickt haben. (dpa/iQ)

Leserkommentare

Britta sagt:
Diese Drohungen sind furchtbar und mit NICHTS zu entschuldigen! Gleichzeitig werden aus Ihrer Sicht die Drohungen gegen Kritiker ihres Glaubens tot geschwiegen. Wie kann es sein, dass in Deutschland Menschen die den Islam kritisieren (Meinungs- und Glaubensfreiheit) mit dem Tode bedroht werden? Und das ohne, dass die Mehrheit ihrer "Gläubigen" aufbegehrt? Das lässt mich vermuten, dass die Mehrheit ihrer "Mitglieder", oder das was sie dafür halten ihrer Meinung sind. Und nun zur Frage aller Fragen: Wollen Sie an unserem demokratischem System teilhaben oder dieses zerstören?
30.01.19
14:33
Kritika sagt:
L.S. Drohbriefe sind eine schreckliche Sache . Sie sind geeignet, ständig in Angst zu leben. Kritika hofft sehr, dass die Drohenden bald dingfest gemacht werden und zur Rechenschaft gezogen werden, so, wie das nur eine Demokratie ohne ansehen der Person bewerkstelligen kann so, dass Frau Seda Basay-Yildiz keine Angst mehr zu haben braucht und wieder ruhig schlafen kann. ------------ Gestern, am 30. Jan 2019 berichtete die ARD-Tagesschau über eine nicht weniger schreckliche ständige Morddrohung von Islam-Gläubigen gegen Frau Ates. Frau Ates kann nur noch mit PersonenSchützer ausser Haus gehen. Sie fährt, begleitet von SicherheitsSchutz, in einem schusssicheren Auto. Sie bekommt ständig Morddrohungen, die vom Verfassungsschutz als glaubwürdig eingestuft werden. Kritika erfuhr dabei mit Abscheu, wozu fanatisierte Muslims fähig sind. Es bestärkte Kritika's Auffassung, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört. Kritika ist der Meinung, dass Frau Ates, wie keine andere, dem Islam ein Menschliches Gesicht geben kann. Es ist bedauerlich, dass der Islam kein "selbstreinigungs-Mechanismus" enthält, wie die das demokratische Deutschland im Falle Frau Seda Basay-Yildiz. Der Fall Frau Ates zeigt einmal mehr, dass der Islam ein Fremdkörper ist, der nicht zu Deutschland gehört. Gruss, Kritika
31.01.19
2:49
Lutz grubmüller sagt:
Drohungen sind durch NICHTS! zu rechtfertigen und besonders brisant, wenn diese unter dem Namen einer für Serienmorde bekannten faschistischen deutschen Terrorzelle ausgesprochen werden! Das es in der deutschen Polizei bis in die Führungskreise rechtsextrem und rassistisch Gesinnte gibt, ist eine Tatsache und gefährdet die innere Sicherheit der deutschen Gesellschaft und ist nicht hinzunehmen. Jeder Beamte sollte auf seine politische Gesinnung überprüft werden!
31.01.19
12:46