Freitagspredigten, 16.11.2018

Mawlîd-Nacht – Die Geburt des Propheten (s)

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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Freitagspredigt
Symbolbild: Minbar, Freitagspredigt, Hutba

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es um die Mawlîd-Nacht. Die Nacht vom kommenden Montag auf den Dienstag ist Mawlîd, also der Jahrestag der Geburt des Propheten Muhammad (s). Der letzte Gesandte Allahs wurde in eine Gesellschaft hineingeboren, in der Rassismus, Stammesdenken und religiöse und soziale Ungerechtigkeiten herrschten.

Er ist darin aufgewachsen und wurde mit 40 Jahren Prophet. Nichtsdestorotz hatte Allah seinen Gesandten zu einem aufrichtigen, zuverlässigen und vertrauenswürdigen Menschen heranwachsen lassen. Unter den Menschen wurde er auch al-Amîn, der Vertrauenswürdige, genannt.

Muslime sollten in dieser Nacht nicht nur den Propheten ehren, sondern auch ihm folgen und nach seiner Sunna leben. Damit sei gemeint, so zu glauben, wie er geglaubt habe und an den Prinzipien des Islams festzuhalten, wie der Prophet es vorgelebt habe. Ein Muslim sei dazu angehalten, den Glauben auf alle seine Lebensbereiche zu übertragen. 

Die Geburt des Propheten (s)

Die Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) thematisiert ebenfalls die Geburt des Propheten (s). Der Prophet Muhammad (s) hat in jeder Periode seines Lebens – Kindheit und Jugend inbegriffen – als tugendhafter Mensch gelebt. Als er das 40. Lebensalter erlangte, wurde er als Gesandter (Prophet) berufen. Trotz aller Schwierigkeiten hat er diese Aufgabe bis zum Ende seines Lebens auf schönste Weise erfüllt.

Noch heute sei der Prophet (s) mit seiner Ehrlichkeit, Vertrauenswürdigkeit, mit seinem Widerstand gegenüber jeglicher Schwierigkeit, mit seinem freundlichen Umgang, mit seiner barmherzigen Haltung, mit seiner Beachtung der Rechte des Anderen, mit seinem zugemessenen Wert für die Einheit und Eintracht und mit vielen weiteren seiner Eigenschaften ein Vorbild für die ganze Menschlichkeit. In diesem Jahr werde die segensreiche Geburt des Propheten unter dem Namen der Woche der Geburt des Gesandten (Mawlid an-Nabi) mit unterschiedlichen Veranstaltungen begangen.

Mawlîd-Nacht

In der Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) geht es ebenfalls um die Geburt des Propheten. Allah habe den Menschen materielle sowie immaterielle Gaben geschaffen. Zu diesen Gaben gehöre die Mawlîd´Nacht. Denn in dieser Nacht sei die Welt mit dem wertvollsten aller Menschen, mit dem Propheten beehrt worden. Außerdem wird auf die besondere Stellung des Propheten (s), der als Barmherzigkeit für die Welten gesandt worden ist, aufmerksam gemacht. Die Tugenden des Propheten (s), seien weder aufzählbar noch in Worte zu fassen.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.

Leserkommentare

Frederic Voss sagt:
Ob wohl all die Schilderungen in diesen Glaubens-Predigten wirklich mit historischen Realitäten und Wahrheiten übereinstimmen? Heiligengeschichten zeichnen sich ja meistens durch ihre Legendenhaftigkeit und Sagen-Vielfalt aus. Viele historische Forschungen zeigen oftmals ein ganz anderes Bild der verehrten Menschen mit Heiligenschein im hellen Licht der nüchteren Realität. Und das realitätsnah ganz ohne illusionäre Religionsschwärmerei und Glaubensfanatismus. Können denn Prediger-Autoritäten wirklich unfehlbar und voller Erhabenheit nur absolute Wahrheiten verkünden und verordnen? Wäre so etwas in einer Welt ständiger Veränderung & Vielfalt überhaupt möglich?
17.11.18
10:04
Dilaver Çelik sagt:
Ich bedauere mich darum, Oh Mohammed, dass ich nicht mit Dir in gleicher Zeit leben konnte! Dieses Buch, dessen Lehrer und Verkünder Du bist, ist nicht Deins. Es ist von Gott. Es abzustreiten, dass dieses Buch von Gott ist, ist so lächerlich, wie wenn man zu behaupten versuchen würde, dass die positiven Wissenschaften absurd seien. Darum hat die Menschheit ein besonders mächtiges Genie wie Dich, einmal erlebt und wird es nie wieder erleben können. Ich beuge mich, bar Deiner würdevollen Gegenwart in vollkommener Ehrfurcht. (Bismarck)
21.11.18
23:46