Freitagspredigten, 24.02.2017

Gemeinde, Toleranz, Halal-Lebensmittel

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

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Freitagspredigt
Islamic Arts - Freitagspredigt © facebook, bearbeitet IslamiQ

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) geht es diese Woche um den Beitrag der Muslime für die Gemeinde. Menschen seien soziale Wesen, die von Geburt an in einer Gemeinschaft leben.

In einer Zeit, in der es vielen Menschen schwerfalle, Recht und Unrecht zu unterscheiden und gemeinschaftlich zu handeln, sei es umso wichtiger, dass religiöse Einrichtungen, wie die IGMG vorhanden seien, welche im Interesse der Umma agieren und zum sozialen Frieden beitragen.

Gemeinschaftliche Strukturen sind sehr wichtig. Damit der Islam und die kommenden Generationen der Muslime hier in diesen Ländern eine Zukunft haben, sei es äußerst wichtig, dass jeder Einzelne, egal ob Mann oder Frau, diese Gemeinden und Einrichtungen mit seinen Mitgliedschaften unterstütze.

Zusammenleben und Toleranz im Islam

Die Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) thematisiert diese Woche das Zusammenleben und die Toleranz im Islam. Toleranz sei der Kern der islamischen Ethik. Toleranz bedeute, niemanden zu missbilligen oder zu demütigen. Das Toleranzverständnis des Islam sei so weit, dass es nicht nur die Muslime sondern die ganze Menschheit umfasse.

Toleranz sei nicht Unterwerfung und Einwilligung gegenüber jeglicher Ungerechtigkeit, Ausgrenzung und Diskriminierung. Im Gegensatz sei es das Aufzeigen von Verständnis und Respekt gegenüber unterschiedlichen Gedanken, Identitäten und Glaubensüberzeugungen; sowie die Bemühung und Entschiedenheit für das gemeinsame Zusammenleben mit diesen Unterschieden in Frieden.

Es sei wichtig, dass Menschen, die in derselben Gesellschaft zusammen leben, sich stets nach dem Prinzip der gegenseitigen Liebe, des Respekts, der Toleranz und Nachsicht verhalten.

Islamisch rechtmäßige Nahrung (Halal)

In der Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) wird die islamisch rechtmäßige Lebensmittel thematisiert. Essen und Trinken sei nicht das wesentliche Ziel des Lebens, sondern nur ein Hilfsmittel auf dem Wege zur wahren Freundschaft Allahs. Aus diesem Grunde solle ein Muslim nicht das Erstbeste was er als Lebensmittel in die Hände bekomme, sondern nur das was der Islam als rechtmäßig anerkenne, essen. Denn das Gegessene habe nicht nur äußerliche Auswirkungen auf unseren Körper, sondern beeinflusse insbesondere auch die-spirituelle Entwicklung.

Jeder Muslim habe mit Verstand und Verständnis darauf zu achten, dass seine Ernährung halal sei und rechtmäßig erworben wurde. Sich halal zu ernähren und sich fernzuhalten von haram und Lebensmittel, dessen Ursprung ungewiss sei, gehöre zu den wichtigsten Alltagsaufgaben eines Muslims.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.