Versuchte Brandstiftung an DITIB-Moschee

Mitte September sollen Unbekannte ein Feuer vor einer Moschee in Bielefeld entzündet haben. Erst jetzt, rund einen Monat später, startet die Polizei einen öffentlichen Zeugenaufruf.

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2016
Gemeindemitglieder in der Uli-Moschee in Bielefeld © Facebook/Ulu-Camii

In der Nacht vom 10. auf den 11. September sollen bisher unbekannte Täter versucht haben an der Ulu-Moschee in Höxter bei Bielefeld ein Feuer zu entzünden. Die Ulu-Moschee, die dem Dachverband der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB) angehört, kam mit einem Sachschaden davon. Wie hoch der Schaden ist, konnte die Pressestelle der Polizei Bielefeld nach eigenen Angaben nicht sagen.

In der besagten Nacht zündeten demnach die unbekannten Täter in der Wegetalstraße in Höxter einen laminierten DIN-A-4-Zettel an, der sich an der Eingangstür der Moschee befand. Personen wurden nicht verletzt. Erst jetzt, rund einen Monat später, startete die Polizei einen öffentlichen Zeugenaufruf, da noch immer kein Tatverdächtiger ausgemacht werden konnte. Zeugen können sich unter der Rufnummer 052-545-0 melden oder sich an eine Polizeidiensstelle in der Nähe wenden. Auf die Frage, ob die Polizei hier gezielt von einer islamfeindlichen Motivation ausgeht, teilte die Pressesprecherin der Polizei Bielefeld mit, dass diese den Fall als „politisch-motivierte Kriminalität“ einstufen würden. Daher ermittle auch der Staatsschutz.

Leserkommentare

Moritz sagt:
Muslime wollen sich immer sofort auf islamfeindliche Motive festlegen. Die Polizei ist jedoch gut beraten, in alle Richtungen zu ermitteln, statt sich in eine bestimmte Richtung drängen zu lassen.
12.10.16
16:34