
Zwei Polizei-Anwärter in Brandenburg sollen wegen rassistischer und homophober Äußerungen entlassen werden – erneut steht die Frage im Raum: Wie tief sitzt der Rassismus in der Polizei?

Linke und Grüne fordern Kontrollquittungen gegen Racial Profiling. Befürworter sehen darin mehr Transparenz, die Polizei warnt vor Bürokratie – und selbst eine mögliche Entschuldigung sorgt für Streit.

In Niedersachsen wurden mehreren Polizisten die Handys beschlagnahmt. Der Vorwurf: Sie sollen in einer Chatgruppe diskriminierende Inhalte geteilt und die NS-Diktatur verharmlost haben.

NRW will Mehrfachstaatsangehörigkeiten in der Kriminalstatistik erfassen. Kritikerinnen warnen vor Rassismus, Befürworterinnen sprechen von Transparenz.

Bei der sächsischen Polizei werden seit acht Jahren mutmaßliche rechtsextreme Äußerungen und Handlungen von Polizisten erfasst. Inzwischen sind 122 Vorfälle bekannt.

Der Europarat wirft Deutschland vor, bei Gaza-Protesten Grundrechte verletzt zu haben. In einem Brief kritisiert der Menschenrechtskommissar Sprachverbote, Polizeigewalt und Überwachung.

Ein Kommissaranwärter mit Turban stellt das Land Bremen vor eine verfassungsrechtliche Grundsatzfrage: Gehört religiöse Kleidung in den Polizeidienst? Die rechtliche Klärung steht noch aus.

Der Streit ums Kopftuch im Staatsdienst dauert an. Aktuell gibt es keine einzige Polizistin mit Kopftuch. Dennoch arbeiten mehrere Bundesländer an neuen Verboten, statt mehr Teilhabe zu ermöglichen. Eine Recherche.

Ein Berliner Polizist beleidigt eine syrische Frau während eines Einsatzes rassistisch – doch das Gericht sieht darin keine Herabwürdigung. Die Entscheidung sorgt für Empörung und wirft Fragen zum Umgang mit Alltagsrassismus in der Justiz auf.