
Die Ingenieurin Asma Bougnaoui verliert ihren Job, weil sie bei der Arbeit ein Kopftuch trägt. Die Software-Expertin und ihr Arbeitgeber treffen sich vor Gericht wieder. Das Kopftuchverbot wandert bis zum Europäischen Gerichtshof.

Justizminister Guido Wolf (CDU) will muslimischen Richterinnen und Staatsanwältinnen in Baden-Württemberg das Tragen eines Kopftuches im Gerichtssaal verbieten.

Der Vorfall in Kiel, bei dem eine muslimische Frau auf offener Straße verprügelt wurde ist kein Einzelfall. Sarah Isal, Vorsitzende des Europäischen Netzwerkes gegen Rassismus (ENAR) schreibt, wieso Musliminnen europaweit als erste den Preis für Islamfeindlichkeit zahlen.

Nachdem eine Muslimin in Kiel angegriffen und beschimpft wurde, organisierten verschiedene Vereine und Organisationen eine Kundgebung gegen Rassismus.

Das Verwaltungsgericht Augsburg hat einer muslimischen Rechtsreferandarin Recht gegeben und das Kopftuchverbot gekippt. Doch wieso heißt es eigentlich Kopftuchverbot, wenn es doch Arbeitsverbot heissen müsste? Ein Kommentar von Rechtsanwalt Yalçın Tekinoğlu

Das in Bayern seit acht Jahren geltende Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen ist rechtswidrig. Das hat das Verwaltungsgericht Augsburg entschieden. Geklagt hatte eine muslimische Jura-Studentin.

Österreichs Bildungsministerin stellt klar: Das Tragen von Kopftüchern im Sportunterricht und von Burkinis im Schwimmunterricht für muslimische Mädchen ist erlaubt.

In Berlin Spandau soll eine Frau laut Polizeiberichten einem 13-jährigen Mädchen das Kopftuch vom Kopf runtergerissen haben. Zuvor soll die Frau islamfeindliche Äußerungen von sich gegeben haben.

Die schottische Polizei führt das muslimische Kopftuch als optionalen Teil ihrer Uniform ein. So soll es muslimischen Frauen ermöglicht werden, einer Tätigkeit bei der Polizei nachzugehen.

Der Papst hat sich gegen ein Kopftuchverbot und für mehr Achtung der Religionsfreiheit der Muslime ausgesprochen. Im Zuge dessen warnte er vor der „übertriebenen Laizität“ in Frankreich.