Im Interview räumt die Arabistin Angelika Neuwirth mit falschen Vorstellungen in Bezug auf die Terrororganisation ISIS auf und geht auch auf Interpretation des Koran ein. Die Expertin forscht in ihrem Projekt „Corpus Coranicum“ an den historischen Wurzeln des Koran. Das Gespräch führte Claudia Zeisel (KNA).
Der Wandel der Gesellschaft wird in Tschechien nicht ausreichend im Hörfunk berücksichtigt. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten eines Religionswissenschaftlers. Der Rundfunkrat überlegt mehr Platz für andere Religionen im Hörfunk einzurichten – auch für Muslime.
Österreichs Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) sieht die sozialen Netzwerke im Kampf gegen Radikalisierung von Jugendlichen in der Pflicht. Internetkonzerne müssten sich dazu in Europa verpflichten, meint Kurz.
Das Bundesinnenministerium hat heute die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (ISIS) verboten. Kennzeichen der Terrororganisation dürfen ab sofort weder öffentlich, noch in Versammlungen oder Schriften benutzt werden.
Einseitige Anpassungsforderungen an Muslime und Islam hat der Theologe Christoph Markschies deutlich zurückgewiesen. Die freiheitlich-demokratische Gesellschaft zu akzeptieren sei auch immer wieder eine Aufgabe für Andere.
Auch dreizehn Jahre nach den Terroranschlägen weiß noch fast jeder Bundesbürger, wo er am 11. September 2001 war. Soziologen der Universität Duisburg-Essen haben nun herausgefunden, dass das Ereignis das Lebensgefühl einer ganzen Generation mitgeprägt hat.
Vorurteile gegenüber Minderheiten halten sich in Deutschland hartnäckig. Zu diesem Ergebnis kommt ein Zwischenbericht der Studie „ZuGleich – Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit“. 17,5 Prozent der Befragten fühlen sich durch die Präsenz von Muslimen in Deutschland, wie „ein Fremder im eigenen Land.“
Das türkische Religionsamt (Diyanet) gewinnt weiter an Bedeutung. Künftig ist das Amt direkt dem Ministerpräsidenten untergeordnet und nicht mehr einem seiner Vertreter. Beobachter werten dies als ein Zeichen für eine stärkere „Glaubensdiplomatie“.
Der neue Direktor des Jüdischen Museums Berlin, der Judaist Peter Schäfer, will Konzeption und Ausrichtung des Museums erneuern. Neben dem Themen Jüdisches Leben und Antisemitismus soll künftig auch das Verhältnis zwischen Islam und Judentum stärkere Beachtung finden.