
Wo soll der Verstorbene bestattet werden? Diese Frage zu beantworten ist für Muslime in Europa nicht einfach. Yasemin Yıldız hat mit Angehörigen von Verstorbenen gesprochen.

In vielen Orten Deutschlands ist die islamkonforme Bestattung nicht möglich. Doch immer mehr MuslimInnen möchten sich in Deutschland bestatten lassen. Wird sich in Zukunft etwas ändern und welche Konfliktfelder gibt es aktuell? Dr. Diana Prinzessin zu Hohenlohe hat die Antworten.

Früher führte der letzte Weg zurück ins Herkunftsland, doch inzwischen lassen sich immer mehr Muslime in Deutschland beerdigen. Berührungsängste mit der christlich geprägten Friedhofskultur gibt es kaum noch.
Immer mehr in NRW lebende Muslime wollen in Deutschland beigesetzt werden. Doch längst nicht überall ist die Bestattung nach ihren Ritualen möglich. Wuppertal plant nun den ersten muslimischen Friedhof Deutschlands.

In Wuppertal soll nächstes Jahr der bundesweit erste muslimische Friedhof ohne Liegezeit-Frist entstehen.

Auf die Initiative der Piratenpartei wurde im Landtag von Schleswig-Holstein über Änderungen des Bestattungsgesetzes gesprochen. Unter anderem forderten die Piraten die Bestattung von muslimischen und jüdischen Toten am Folgetag. Das Gesetz konnte jedoch nicht geändert werden.

Auf Friedhöfen in Baden-Württemberg gibt es immer mehr muslimische Grabfelder. Anders als früher lassen sich viele Muslime heute in der neuen Heimat beerdigen. Wegen der unterschiedlichen Rituale müssen Kommunen und muslimische Verbände Kompromisse eingehen.

Der Koalitionsvertrag der der rot-rot-grünen Landesregierung in Berlin steht. Darunter sind Themen wie die Einführung der islamischen Theologie an der Hochschule und das vorantreiben der Gefängnisseelsorge und der islamischen Bestattung.

Brauchen Thüringens Friedhöfe separate Grabfelder für Muslime? Das ist nur eine Frage, mit der sich Friedhofsverwalter angesichts der großen Zahl von Flüchtlingen aus islamischen Ländern beschäftigen.

Nachdem Mord an einem Priester besuchen Muslime katholische Gottesdienste in Italien und Frankreich. Zu dem verweigert die islamische Gemeinde in Frankreich die Teilnahme an der Beisetzung der Attentäter.