
Als im Januar in Paris Terroristen einen Anschlag auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ verübten, erhielt Pegida in Dresden daraufhin den bisher größten Zulauf. Vom neuen Terror in Paris können die Islamfeinde dagegen kaum profitieren.

Das Avicenna-Studienwerk hat am Montag 80 neue Stipendiaten aufgenommen. Die 41 Frauen und 39 Männer muslimischen Glaubens studieren und promovieren in unterschiedlichsten Fachrichtungen an Hochschulen in ganz Deutschland.

Muslimische Vertreter rücken demonstrativ zusammen. Gemeinsam verurteilen sie den Terror von Paris aufs Schärfste. Sie betonen, dass die Radikalisierung nicht in Moscheen stattfindet, dennoch sehen sie sich ebenfalls in der Verantwortung, dieser Radikalisierung junger Mitbürger entgegenzuwirken.

Der Politologe Asiem El Difraoui ist der Meinung, dass die Radikalisierung der Extremisten keine spirituelle Begründung hat. Eher würde es mit gesellschaftlich-sozialen Kontexten der Betroffenen zusammenhängen.

Anlässlich der Terror-Anschläge in Frankreich lädt der Koordinationsrat der Muslime (KRM) am Montag zur Pressekonferenz ein. Auch islamische Dachorganisationen, die nicht im KRM vertreten sind, werden anwesend sein.

Unbekannte warfen in der Nacht zum Freitag Brandsätze auf eine Moschee in Köln-Porz. Bereits in der vorherigen Nacht wurden eine Hausfassade unweit der Moschee mit Brandsätzen beworfen.

Die Integrationsbeauftrage der Bundesregierung Aydan Özoguz rief dazu auf, islamfeindliche Straftaten zu erfassen. Zudem dürfe man den Islam nicht wie eine „Blackbox“ behandeln.

Das „Zentrum für Islam in Europa – München“ (ZIE-M) befindet sich seit Jahren in der Planung. Ein Bürgerbegehren der rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ gegen das Zentrum wurde als rechtswidrig erklärt.

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

Um den islamischen Religionsunterricht an den Schulen in Baden-Württemberg auszubauen, wurde ein neuer Projektbeirat mit den Vertretern der islamischen Religionsgemeinschaften gegründet. Mit Blick auf die wachsende Zahl der Flüchtlinge sei eine Ausweitung des Angebots wichtig.