Chemnitz

34-Jähriger schlägt Mann und beleidigt rassistisch

In Chemnitz hat ein 34-Jähriger einen 26-jährigen Mann geschlagen und rassistisch beleidigt. Die Polizei prüft ein rassistisches Motiv.

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2025
Polizei
Symbolbild: Polizei © shutterstock, bearbeitet by iQ.

Im Chemnitzer Zentrum ist ein 26-jähriger Mann geschlagen und rassistisch beleidigt worden. Er hatte zuvor aus seinem Auto heraus einen Mann dabei beobachtet, wie er vor einem Restaurant urinierte und ihn aufgefordert, dies zu unterlassen, wie die Polizei mitteilte. Daraufhin beleidigte ihn der andere Mann.

Der 26-Jährige verließ sein Auto und wurde von dem Mann am Revers gepackt und geschlagen. Der Angreifer flüchtete zunächst. Die Polizei stellte kurze Zeit später unweit des Tatorts einen 34-jährigen Deutschen, auf den die Täterbeschreibung zutraf. Gegen ihn wird nun wegen Körperverletzung ermittelt. Zudem prüft die Polizei ein rassistisches Motiv, weil der 26-Jährige die syrische Nationalität hat.

Diskriminierung aufgrund rassistischer Zuschreibungen ist in Deutschland relativ weit verbreitet. Laut aktuellen Studien erlebt gut die Hälfte aller Menschen, die sich ethnischen oder religiösen Minderheiten zugehörig fühlen, regelmäßig rassistische Diskriminierung. Trotz steigender Sensibilität für Fragen von Diskriminierung bleibt die Rassismusforschung in Deutschland strukturell ein Nebenschauplatz. Das zeigt ein Bericht des Wissensnetzwerks Rassismusforschung (WinRa), der neulich in Berlin vorgestellt wurde.

 

 

Leserkommentare

Timotheus sagt:
Diskriminierung von Menschen, die sich ethnischen oder religiösen Minderheiten zugehörig fühlen, so wird hier berichtet, sei in Deutschland relativ weit verbreitet. Diesbezügliche Forschung bleibe dennoch in Deutschland strukturell ein Nebenschauplatz. Wenn nun solche Forschung zu einem Hauptschauplatz gemacht werden soll, dann muß aber unbedingt auch folgender Aspekt genügend berücksichtigt werden, wie ihn aktuell der SPD-Politiker und frühere Bundesminister des Innern Otto Schily in der "Welt" klar umschrieb: "Weihnachtsfeste diffamieren, gleichzeitig große Moscheen bauen - dann treibt man Menschen zur AfD." Das sind starke und gewichtige Worte von einem Mahner, der 2004 das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhielt und 2001 den Bayerischen Verdienstorden. Im Jahr 1999 machte Schily mit der Feststellung auf sich aufmerksam, nur drei Prozent der etwa 100.000 Menschen, die jährlich nach Deutschland wollten, seien "asylwürdig". 97 Prozent seien hingegen Wirtschaftsflüchtlinge. Das bisherige Asylrecht sei daher zu überprüfen. Hat das WinRa-Netzwerk hierzu konkrete Analysen, Untersuchungen und Zahlen, Daten, Fakten? Das wäre sehr zu begrüßen.
29.12.25
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