Ein Video eines Polizeieinsatzes an einer Moschee sorgt für Aufsehen. Hintergrund war laut Polizei der Hinweis auf eine mögliche Waffe. Am Ende stellte sich der Gegenstand als Spielzeug heraus.

Ein größerer Polizeieinsatz an einer Moschee am ersten Tag des Ramadan ist durch den Hinweis auf eine vermeintliche Waffe ausgelöst worden. Das teilte die Polizei auf Anfrage von IslamiQ mit. Demnach habe ein Zeuge am Donnerstag (19. Februar) gegen 15.15 Uhr beobachtet, „wie eine Person auf offener Straße einen waffenähnlichen Gegenstand gezeigt und sich anschließend in das in Rede stehende Gebäude begeben hatte“.
Die Polizei habe den Hinweis ernst genommen, „auch wenn zunächst keine Hinweise auf eine Gefährdung Dritter vorlagen“. Ziel des Einsatzes sei gewesen, eine mögliche Gefahr auszuschließen und die Person mit dem Gegenstand zu identifizieren. Einsatzkräfte kontrollierten daraufhin Personen im Umfeld und durchsuchten das Gebäude.
Dabei standen die Einsatzkräfte nach eigenen Angaben „im Austausch mit dem Vorsitzenden sowie dem zweiten Vorsitzenden des Kulturzentrums, um das Vorgehen zu besprechen und Informationen zu erlangen“. Beim Betreten und bei der Absuche des Gebäudes sei „auf eine sensible Vorgehensweise geachtet“ worden.
Im Verlauf des Einsatzes trafen die Beamten auf eine minderjährige Person, auf die die Beschreibung zutraf. „Als eine minderjährige Person beim Verlassen des Gebäudes festgestellt wurde, auf die die Personenbeschreibung zutraf und bei der zudem eine Spielzeugwaffe festgestellt werden konnte, wurden alle Maßnahmen innerhalb des Gebäudes umgehend beendet“, so die Polizei weiter. Bei dem Gegenstand habe es sich um eine Spielzeugpistole gehandelt, die „in Einverständnis der Eltern des strafunmündigen Kindes vernichtet“ worden sei.
In sozialen Netzwerken hatte zuvor ein Video des Einsatzes für Aufmerksamkeit gesorgt. Darauf sind zahlreiche Polizeikräfte, darunter offenbar auch Spezialeinheiten, im Umfeld der Moschee zu sehen. Kritik, der Einsatz sei unverhältnismäßig gewesen, wies die Polizei zurück. „Erhält die Polizei Hinweise auf eine mögliche Waffe sowie eine mögliche bedrohliche Situation für Dritte, geht sie diesen Hinweisen konsequent nach“, hieß es. Im Fokus habe gestanden, eine Gefährdung von Menschen auszuschließen.
Die Einsatzkräfte standen nach Polizeiangaben im Austausch mit dem Vorsitzenden und dem zweiten Vorsitzenden des Kulturzentrums. Dabei hätten sie auch Kenntnis erhalten, „dass sich eine größere Zahl von Personen in dem Gebäude aufhielt“. Angaben zu eingesetzten Kräften und Mitteln machte die Polizei aus taktischen Gründen nicht.