Frankreich

Muslimischer Friedhof in Mulhouse geschändet

In Frankreich sind muslimische Gräber auf dem Friedhof von Mulhouse geschändet und verwüstet worden. Die französische Polizei ermittelt.

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2021
Muslimischer Friedhof geschändet
Muslimischer Friedhof in Mulhouse geschändet, bearbeitet by iQ.

In Frankreich wurde ein muslimischer Friedhof Angriff eines islamfeindlichen Angriffs. Am Samstag entdeckten Besucher die Verwüstung im Friedhof in Mulhouse. Mehrere muslimische Gräber sind demnach geschändet und verwüstet worden. Der ehemalige Bürgermeister von Mulhouse, Jean Rottner, zeigte sich betroffen und nannte den Angriff auf Social Media „eine feige und abscheuliche Tat“. Er wolle, dass „schnell Licht hinter die Tat“ komme. Die französische Polizei ermittelt nun in dem Fall.

Mulhouse (Mülhausen) ist eine Stadt im Osten Frankreichs nahe der Grenze zur Schweiz und zu Deutschland. In dem zentralen Friedhof befinden sich auch muslimische Grabfelder, die in Folge der Verwüstung zerstört, Gegenstände umgeworfen, Pflanzen entrissen und Ornamente, die auf „fast allen Gräbern“ angebracht waren, verstreut worden sind. Der französische Islamrat (CFCM) verurteilt die Tat aufs Schärfste und bekundete seine Solidarität mit den Familien. Der CFCM forderte die Behörden auf, alles zu tun, um die Täter dieser abscheulichen Tat zu finden.

Die Polizei war am Samstag gegen um 18 Uhr vor Ort, um erste Erkenntnisse zu machen und leitete ein Ermittlungsverfahren ein. Das Ausmaß des Schadens müsse nach Polizeiangaben noch begutachtet werden. Medienberichten zufolge seien in den letzten Jahren mehrere solcher Angriffe auf Friedhöfe verzeichnet worden.

Michèle Lutz, derzeitige Bürgermeisterin von Mulhouse, reiste unmittelbar zum Friedhof und bekundete ebenfalls ihre Solidarität. Sie werde wegen Vandalismus Anzeige erstatten, sagte die Bürgermeisterin laut Medienberichten.

Leserkommentare

Vera sagt:
In Frankreich gibt es leider auch Angriffe auf Kirchen mit anti-christlichen Vorfällen, abstoßenden Schändungen und Vandalismusakten Monat für Monat. Das darf keinesfalls übersehen werden oder in den Hintergrund gedrängt werden. Auch in anderen europäischen Ländern sind derartige antikatholische Taten, Verwüstungen und gegen Christen gerichtete Aktionen festzustellen. Anti-christliche Feindseligkeit solcher Art schockierte nicht nur den französischen Premierminister. Bei den schlimmsten Angriffen erinnert man sich sofort an die Ermordung von Pater Jacques Hamel, der von radikalen Muslimen bei der Feier der Messe in einer Kirche in der Normandie getötet wurde. Die Täter betraten die Kirche und nahmen den Priester und vier weitere Personen brutal als Geiseln. Die Polizei berichtete, dass die Islamisten dem Priester die Kehle aufschlitzten. Beide Terroristen wurden von der Polizei erschossen. Die französische Polizei hat diesbezüglich viel zu tun und muß die Augen offen halten.
13.12.21
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