Ramadan 2019

Grußbotschaften zum Ramadan

Zum Beginn des diesjährigen Ramadan senden islamische Religionsgemeinschaften sowie Kirchenvertreter und Politiker Grußbotschaften an Muslime.

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Symbolbild: Ramadan, Islam, Islamdebatte
Symbolbild: Ramadan, Islam, Islamdebatte © by PSJeremy auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) erinnert in ihrer Freitagspredigt an die Bedeutung des Fastenmonats. „Im Ramadan lernen wir Selbstdisziplin und Ergebenheit gegenüber unserem Schöpfer, um auch nach Ramadan dementsprechend leben zu können. Der Ramadan ist eine Art Erziehung für unsere Nafs, denn im Ramadan hält sich der Muslim zu bestimmten Zeiten von Dingen fern, die ansonsten erlaubt sind. Er tut das bewusst, und lernt dadurch, was es heißt, sich bewusst von verbotenen Dingen fernzuhalten“. Der Vorsitzender der IGMG Kemal Ergün wünscht zudem allen Muslimen auf der Welt eine gesegnete Fastenzeit.

Der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland wünscht ebenfalls allen Muslimen eine gesegnete Zeit. „Der Monat Ramadan ist für Muslime besonders wichtig. In ihm wurden die ersten Koranverse herabgesandt. Zugleich ist er für Muslime der Fastenmonat. Er gilt als der segensreichste Monat im islamischen Mondkalender. Durch das Fasten reinigen sie sich körperlich, stärken ihr Empathievermögen für Bedürftige, üben sich in Standhaftigkeit, lernen sich auf das Wesentliche im Leben zu besinnen“, so in der Pressemitteilung.

Die türkisch-islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) beglückwünscht alle Muslime zum Ramadanbeginn und lädt zum täglichen Fastenbrechen (Iftar) in fast alle Ditib-Moscheen in Deutschland ein. Die Zentralmoschee in Köln bietet täglich Iftar für tausend Besucher an.

Auch der Verband islamischer Kulturzentren (VIKZ) wünscht allen Muslimen einen gesegneten und friedensvollen Ramadan. „Der Ramadan ist für Muslime eine besondere Zeit der Spiritualität, der Hilfsbereitschaft, der Gastfreundlichkeit und des respektvollen Miteinanders. Wohltaten und Unterstützung der Armen und Bedürftigen, insbesondere in diesem Monat finden große Anerkennung bei Allah Teala“, heißt es in der Pressemitteilung der Religionsgemeinschaft.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, erinnert in seiner Grußbotschaft zum Ramadan an die Brüderlichkeit innerhalb der islamischen Gemeinschaft und fordert Muslime auf, sich gegen Hass, Rassismus und Ausgrenzung in der Gesellschaft einzusetzen. „Die Ereignisse der letzten Wochen haben eines gezeigt: Es darf keinen Platz für Hass, Ausgrenzung und Rassismus in unserer Gesellschaft geben. Nutzen wir also den Ramadan verstärkt für Gottesdienste und setzen uns für den Frieden und den Zusammenhalt in unserem Land ein. Möge Allah (t) unser Fasten, unsere Gebete und Bittgebete während des diesjährigen Ramadan annehmen, unser Land und alle seine Bürgerinnen und Bürger schützen. Frieden auf Euch und Allahs Barmherzigkeit und Segen.“

Kirchenvertreter rufen zu Toleranz und Dialog auf

Zum Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan am Montag haben sich die Kirchen in Deutschland besorgt geäußert über zunehmende Angriffe auf Kirchen, Moscheen und Synagogen. Zugleich riefen sie Christen und Muslime zum gemeinsamen Einsatz für die Religionsfreiheit und gegen Rechtsextremismus auf. Darüber hinaus übermittelten die katholische Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) allen Muslimen Segenswünsche für die Fastenzeit, die mit dem dreitägigen Fest des Fastenbrechens ab dem 4. Juni endet.

Kurz vor Beginn des Fastenmonats Ramadan hat der Landesbischof der evangelischen Landeskirche in Württemberg, Frank Otfried July, zu Respekt und Toleranz aufgerufen. „Gemeinsam wollen wir für den Frieden und die Achtung eines jeden Menschen eintreten“, so der Landesbischof in einer am Freitag in Stuttgart veröffentlichten Mitteilung. Er erinnerte dabei an den Terroranschlag auf zwei Moscheen in Christchurch (Neuseeland), die Anschläge in Sri Lanka auf Kirchen und Hotels sowie an den Angriff auf eine Synagoge in Poway (USA).

„Frieden, Zusammenhalt und Gesundheit“

Die SPD hat in einem Facebook-Post allen Muslimen zum Ramadan beglückwünscht. „Wir wünschen unseren muslimischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern einen friedlichen und gesegneten Ramadan!“.

Auch auf der Facebook Seite der Bundesregierung werden Muslime beglückwünscht. „Ramadan: Mit dem Untergang der Sonne heute Abend beginnt der Fastenmonat im Islam. Für die Muslime in Deutschland und weltweit sind das ganz besondere Tage, die weit mehr bedeuten als ein Verzicht auf Speisen und Getränke. Die Redaktion wünscht ihnen allen eine friedvolle Fastenzeit“, heißt es in dem Facebook-Post.

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen wünschen ebenfalls allen Muslimen eine besinnliche Zeit. „Heute ist der 1. Tag des Ramadan. Wir wünschen allen, die den Fastenmonat begehen, Frieden, Zusammenhalt und Gesundheit. Allen anderen auch!“, posten sie auf ihrer Facebook Seite. (KNA/dpa/iQ)

Leserkommentare

Emanuel Schaub sagt:
Herr Gauland sollte das...mehrmals hintereinander lesen und am besten wie weiland als Schüler auch noch 100 mal schreiben bis es in seinem Betonkopf sitzt!! Und wahrlich das Mitgefühl für die Millionen Hungernden und Verhungernden kann mann/frauf am besten beim Fasten resp. in der ersten"Hunger" Periode lernen (bevor die Fasten Euphorie einsetzt !!! Die haben die wirkliche HUNGERNDEN nämlich NICHT !! Gesegnete Fastenzeit ! gruß emanuel
06.05.19
11:29