Myanmar

Menschenrechtler kritisieren Pläne für Rückführung von Rohingya

Myanmar und Bangladesch planen die Rückkehr von Rohingya-Muslimen nach Myanmar, vor dessen Gewalt sie geflohen waren. Das stößt bei Menschenrechtler auf Kritik.

22
08
2019
Rohingya, Stacheldrahtzaun
Rohingya-Muslime @ RohingyaMuslim/flickr 2.0/CC

Die geplante Rückführung von mehreren Tausend muslimischen Rohingya-Flüchtlingen aus Bangladesch ins Nachbarland Myanmar stößt bei Menschenrechtlern auf harte Kritik. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) forderte beide Staaten am Mittwoch auf, die Pläne fallenzulassen.

In Myanmar – dem früheren Birma – würden Angehörige der muslimischen Minderheit der Rohingya immer noch „systematisch verfolgt“. „Flüchtlinge haben allen Grund, bei einer Rückkehr um ihre Sicherheit zu fürchten.“

UN spricht vom Völkermord

Die Rückführung soll an diesem Donnerstag beginnen. In einem ersten Schritt sollen 3450 Flüchtlinge zurück. In Myanmar ist die große Mehrheit der Bevölkerung buddhistischen Glaubens. Aus Furcht vor Gewalt und Verfolgung durch das Militär sind in den vergangenen beiden Jahren mehr als 740 000 Rohingya ins mehrheitlich muslimische Bangladesch geflohen.

UN-Ermittler sprechen von einem „anhaltenden Völkermord“ mit mindestens 10 000 Toten. Muslime werden in Myanmar seit Jahrzehnten diskriminiert.

Rohingya wollen nicht zurück

Mehrere Dutzend Rohingya protestierten in den Flüchtlingslagern auf der anderen Seite der Grenze gegen die Vereinbarungen. HRW zitierte einen von ihnen mit den Worten: „Wir wollen nicht zurück nach Myanmar, wo so viele umgebracht wurden und dann nicht einmal eine Beerdigung bekamen, sondern jetzt in Massengräbern liegen.“ Myanmar und Bangladesch hatten schon früher ähnliche Vereinbarungen getroffen, die dann aber stets scheiterten.

Myanmar hatte im Sommer 2017 mit Gewalt mehr als 700.000 muslimische Rohingya vertrieben. Das mehrheitlich islamische Bangladesch öffnete aus humanitären Gründen seine Grenze und nahm die Flüchtlinge auf. Die Vereinten Nationen haben die Rohingya zu der am stärksten unterdrückten und verfolgten ethnisch-religiösen Minderheit der Welt erklärt. Hunderttausende Muslime waren bereits in den Jahren vor der ethnischen Säuberung aufgrund von Pogromen nach Bangladesch geflohen. Insgesamt leben mehr als eine Million Rohingya in den dortigen Lagern. (dpa, KNA iQ)

Leserkommentare

Emanuel Schaub- sagt:
Einmal mehr zeigt sich mir "das ganze Elend der religionen " (um ein Wort von Hans Alber (atheitischer Philosoph) auf das Christentum gemünzt) Der Samen von vo religiösen Uberzeugungen geht manchmal in von Lilien un so oft in Disteln auf ... Liegt da s an den Samen oder an den Böden? Davon ab :ich würde auch nicht zurück in die Hölle wollen! gruss emanuel P.S. Vielen dank Kritika für die Blumen ;wnn Sie wüssten wo ich überall Hilfe gesucht und auch gefundn habe...
23.08.19
11:53
Kritika sagt:
L.S. Die Myanmar-ies sind bescheide Budisten, die nicht dermassen reich sind als dass sie für hunderttausend Fremde - - dazu noch solche, die laut deren " heiliges Buch, Koran " Budisten als der letzte Dreck* betrachten. - - Unterricht Unterhalthalt Unterkommen aufbringen könnten. Wenn weder die stxnkreiche Saudies und -Golfstaaten , ja nicht einmal der allmächtige Allah diese Bürde übernimmt, -- so werden die Buddhisten resonieren -- weshalb dann ausgerechnet wir?, wo die Muslims uns doch als ihre Feinde betrachten (auch Koran ) Traurich für die Muslimische Rohingyas. Aber geht es den Muslims auf Mittelmeer -Rettungsschiffen nicht auch so? Alle Länder haben schlimme Erfahrung mit Muslims gemacht. Ergo: keine will sie haben. VerbesserungsVorschläge für gutes, dankbares, sympatisches Benehmen von Muslims findet man überall, auch in Islamiq-Beiträge. Traurich, Kritika * Kritika Übersetzung; orgina Koran: ' schlimmer als das Vieh '
24.08.19
20:47