Islamfeindlichkeit

Fast jede Woche eine Moschee angegriffen

Aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE geht nun hervor, dass im vergangenen Jahr 48 Angriffe auf Moscheen erfasst wurden.

06
08
2019
Angriffe auf Moscheen
Angriff auf „DITIB Selimiye“ - Moschee im niedersächsischen Nordenham

Im Jahr 2018 sind in Deutschland 48 Moscheen Ziel von islamfeindlichen Angriffen geworden. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor. Demnach handelte es sich bei 41 Taten um politisch rechts motivierte Straftaten, ein weiterer Fall fiel in den Bereich der „politisch motivierten Kriminalität – Ausländische Ideologie“. Sechs Straftaten konnten nicht zugeordnet werden.

Im Jahre 2017 erklärt die Bundesregierung auf eine Anfrage, dass das Angriffsziel „Religionsstätte/Moschee“ nur für Moscheen selbst gelte und die Stätten der Religionsausübung, Moscheevereine oder sonstige islamische Einrichtungen nicht davon umfasst seien.

Dieser Aussage korrigiert sie in einer aktuellen Antwort. Es habe sich um einen Redaktionsfehler gehandelt. Dort werde fälschlicherweise der Anschein erweckt, als bestünde ein Unterschied zwischen „Religionsstätten“ und „Stätten der Religionsausübung“. Die Bundesregierung unterscheide aber nicht zwischen „Religionsstätten“ und „Stätten der Religionsausübung“.

910 Übergriffe auf Muslime

Im vergangenen Jahr hat es bundesweit 910 Übergriffe gegen Muslime und Moscheen in Deutschland gegeben – das waren deutlich weniger als 2017 mit 1075 islamfeindlichen und antimuslimischen Straftaten. Allerdings stieg die Zahl der Verletzten deutlich von 32 auf 54. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Dienstag) vorliegt. Die Bundesregierung verweist darauf, dass durch Nachmeldungen die endgültigen Zahlen noch höher liegen dürften.

Mehrere Moscheen erhalten Bombendrohungen

In den letzten zwei Wochen sind neun Moscheen wegen Bombendrohungen geräumt und durchsucht worden. Iserlohn, Köln, München, Mannheim, Duisburg, Mainz, Villingen-Schwenningen. In weiteren Moscheen kam es zu Angriffen und Koranschändungen. Der Koordinationsrat der Muslime in Deutschland (KRM) reagiert mit Entsetzen auf die Bombendrohungen gegen Moscheen in Deutschland. „Muslime sind tief verunsichert. Der Staat steht in der Pflicht, vertrauensbildende Maßnahmen zu ergreifen“, erklärt Nurhan Soykan, Sprecherin des KRM. Die aktuelle Bedrohungslage werde sehr unterschätzt. Den Aufrufen zu mehr Schutz für Moscheen wurde nicht nachgekommen. Politik und Sicherheitsbehörden hüllen sich in Schweigen. (KNA/dpa/iQ)

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. Leider haben die Muslims sich offensichtlich viele Feinde gemacht. Wenn man per sé ein Dauerergernis sein will, Dauer-Gerichts-Prozesse über Kopftuch, Burkini viel wichtiger findet als in Harmonie mit den aufnehmenden Gäste zu leben, Dann - Ja dann, liebe fremde Muslims, seit nicht kleinselig und ertragt die kleinen Nadelstiche, Bombendrohung, Moscheescheibe gesteinigt, Schweinekopf Sprayerkunst, Kopftuch sanft entfernt - - - als Lohn des provokativen Auftretens im Gastland, sind alle Lappalien verglichen mit den Morden an junge Frauen, alleine schon in und um Freiburg, welche von Muslims zuerst vergewaltigt wurden und danach ermordet, um Spuren zu verwischen. Mitleid mit der Sekte der Plagegeister und Vergewaltiger hat jedenfalls nicht - Kritika
06.08.19
21:13