Islamfeindlichkeit

132 islamfeindliche Straftaten im ersten Quartal

Aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage geht nun hervor, dass im ersten Quartal dieses Jahres 132 islamfeindliche Straftaten auf Muslime und Moscheen erfasst wurden.

07
06
2019
Moschee, Muslime, islamfeindliche Straftaten
Symbolbild: Islamfeindlichekeit © Facebook, bearbeitet by IslamiQ.

Die Zahl der Straftaten gegen Muslime und Moscheen in Deutschland ist zu Jahresbeginn auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahren gesunken. Im ersten Quartal 2019 registrierten die Behörden 132 Vorfälle – deutlich weniger als noch in den ersten drei Monaten 2018 mit 157. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion hervor, die der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch) vorliegt.

Im ersten Quartal 2017 waren es noch 221 Fälle. Die Bundesregierung verweist jedoch darauf, dass durch Nachmeldungen die endgültigen Zahlen höher liegen dürften.

Zu den Vorfällen gehörten etwa Volksverhetzung, aber auch Sachbeschädigungen, die Beschimpfung und Beleidigung von Muslimen, Hausfriedensbruch und Schmierereien. In den ersten drei Monaten wurden dabei vier Menschen verletzt – deutlich weniger als im Vorjahreszeitraum, in dem es 17 Verletzte gab.

813 Angriffe im Jahr 2018

Der Trend zeigt schon länger nach unten. Während im Gesamtjahr 2017 noch 950 Angriffe auf Muslime und muslimische Einrichtungen wie Moscheen registriert wurden, waren es 2018 noch 813. In den Jahren davor wurden islamfeindliche Übergriffe nicht separat erfasst, so dass es keine Vergleichszahlen gibt.

Ulla Jelpke, innenpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion, sieht dennoch keinen Anlass für Entwarnung: „Denn weiterhin entlädt sich der Hass auf Muslime tagtäglich auch unterhalb der Ebene der Strafbarkeit im Internet, am Stammtisch und leider auch in den Parlamenten.“ Dem Rassismus müsse „in all seinen Erscheinungsformen weiter entschieden entgegengetreten werden“.

Scheiben von Dresdner Moschee eingeworfen

Am Dienstagnachmittag, am ersten Tag des muslimischen Ramadanfests, hat ein Unbekannter drei Scheiben einer Dresdner Moschee, auf die vor drei Jahren ein Bombenanschlag verübt wurde, mit Steinen eingeworfen. Zur Tatzeit hielten sich keine Personen in den betroffenen Räumen auf. Der entstandene Sachschaden wird mit ca. 1.500 Euro beziffert. Die Kriminalpolizei habe die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt.

Alarmierte Polizeibeamte suchten mit mehreren Funkstreifenwagen die Umgebung nach dem Tatverdächtigen ab, dies jedoch ohne Erfolg. Bisherigen Ermittlungen zufolge geht die Polizei von einem Einzeltäter aus. (KNA, iQ)

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. Wenn eine Menschengruppe sich derart unbeliebt macht, wie die Muslims - - - Wenn eine Menschengruppe, der die Gunst des Gastrechtes geschenkt bekam. sich derart über die Gefühle ihrer Gastgeber hinweg setzt, wie es die Muslims tun, - - - Wenn Teile einer Menschengruppe, der die Gunst des Gastrechtes geschenkt bekam, Vertreter der Gastgeber vergewaltigen oder ermorden - - - Wenn eine Menschengruppe, aus denen Vergewaltiger und Mörder hervorgingen, anstelle sich demütig zu zeigen, demonstrativ mit ihrem GruppenSymbol ' Kopftuch ' provoziert und öffentlich Ärgernis erzeugt - - - - - dann sollte sich diese Gruppe nicht darüber wundern, dass sie verachtet wird und dass sie kleine Nadelsticheleien von enttäuschte, verärgerte Angehörige des Volkes, das ihnen Asyl geschenkt hat ertragen muss. Alle beschriebene Straftaten sind Lappalien, verglichen mit auch nur einer Muslimischen Vergewaltigung und mit einem Muslimischen Mord. Gruss, Kritika
08.06.19
0:31
Ali Gündüz sagt:
Selamün aleyküm, es sind 132 zu viele Straftaten. Eine große Schande für ganz Deutschland und für die Deutsche Bevölkerung. Anscheinend haben die Deutschen von Hitlerzeit nichts gelernt, werden dann wieder sagen, wir haben nichts gewusst von den Verbrechen an Muslime.
10.06.19
8:23
Kritika sagt:
Lieber Ali Gündüz , Alle 132 kleine Sticheleien sind Lappalien, verglichen mit auch nur einer Muslimischen Vergewaltigung oder einem Muslimischen Mord. Kopftuch Frauen verletzungsfrei belästigen, gilt hier übrigens nicht als Verbrechen; - wie Sie es nennen - Moscheen besprayen ebenfalls nicht. Übrigens, KopftuchFrauen, die nicht gerne belästigt werden mögen, steht es frei sich normal zu kleiden. Diejenigen, denen es nichts ausmacht, belästigt zu werden, können einfach weiterhin ihre grosszügigen Gastgeber ärgern. Fassen Sie die kleine Sticheleien doch auf als Protest gegen eine kleine aber unangenehm lästige und sogar gefährliche Spezies; eine Spezies, die Deutschlands Strassen unsicher macht für Frauen. Gruss, Kritika.
16.06.19
11:11