Silvester

Rassistischer Terroranschlag im Ruhrgebiet

In der Silvesternacht verübte ein Essener aus rassistischen Motiven einen Anschlag im Ruhrgebiet, indem er mit seinem PKW in Menschenmengen fuhr und Passanten verletzte.

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01
2019
Symbolbild: Straftaten, Anschlag, Terroranschlag, Angriff auf Moschee Polizei © shutterstock
Symbolbild: Straftaten, Polizei © shutterstock

In der Silvesternacht ereignete sich im Ruhrgebiet ein Anschlag. Ein Autofahrer ist in Bottrop und Essen mehrmals gezielt in Menschengruppen gefahren und hat dabei acht Personen verletzt. „Es gab die klare Absicht von diesem Mann, Ausländer zu töten“, sagte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) nach den ersten Vernehmungen. Alle Opfer haben einen Migrationshintergrund aus einem muslimisch geprägten Land, wie die Polizei gegenüber IslamiQ bestätigte. Bei der Vernehmung hätte sich der 50-jährige Täter rassistisch geäußert, wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte.

Die schlimmsten Folgen hatte die Tat in Bottrop, wo der 50-Jährige kurz nach Mitternacht auf dem zentralen Berliner Platz in die Menge fuhr. Vier Menschen wurden verletzt. Eine 46-Jährige Frau aus Syrien schwebte zeitweise in Lebensgefahr und musste notoperiert werden. Ihr Ehemann und ihre beiden Töchter wurden ebenfalls von dem Täter verletzt und mussten ärztlich versorgt werden. Weiterhin mussten ein 4-jähriger Junge und seine 29-jährige Mutter aus Afghanistan sowie ein 10-jähriges Mädchen aus Syrien aufgrund ihrer Verletzungen ärztlich behandelt werden.

Einen weiteren Verletzten, ein 34-Jähriger mit türkischen Wurzeln, gab es später in Essen. Zwei andere Versuche des Mannes, in Bottrop und Essen Passanten anzufahren, schlugen fehl. Hier kamen die Menschen mit dem Schrecken davon. In Essen konnte der Täter schließlich von der Polizei gefasst werden.

 

Hass und psychatrischem Defekt

Der mutmaßliche Täter stamme aus Essen und sei bei der Polizei bislang nicht in Erscheinung getreten, hieß es. Die Ermittler haben nach eigenen Angaben „erste Informationen über eine psychische Erkrankung des Fahrers“. Er sei in der Vergangeneit wegen Schizophrenie in psychiatrischer Behandlung gewesen, wie der Tagesspiegel berichtete. Es liege womöglich eine Kombination aus rassistischem Hass und psychatrischem Defekt bei dem Täter vor.

Die Staatsanwaltschaft Essen beantragte gestern Nachmittag (01.01.2019) beim zuständigen Amtsgericht Haftbefehl wegen mehrfachen versuchten Mordes gegen den Täter aus Essen. Ein Richter folgte am Abend dem Antrag und erließ Haftbefehl gegen den Beschuldigten. (dpa/iQ)

Leserkommentare

Frederic Voss sagt:
Warum berichten Sie hier nicht auch über die gewaltsamen Angriffe von 4 jugendlichen Asylbewerbern aus Afghanistan, Syrien und dem Iran auf Passanten, die zwei Tage vor Silvester in der bayerischen Stadt Amberg stattfanden? 12 Menschen wurden attackiert und verletzt, ein 17-jähriger mußte wegen einer Kopfverletzung stationär im Krankenhaus aufgenommen werden. Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte: "Das sind Gewaltexzesse, die wir nicht dulden können. Wenn Asylbewerber Gewaltdelikte begehen, müssen sie unser Land verlassen. Wenn die vorhandenen Gesetze dafür nicht ausreichen, müssen sie geändert werden." Zu der fremdenfeindlichen Autoattacke in Bottrop sagte er: "Es gehört zur politischen Glaubwürdigkeit, beide Fälle mit Entschiedenheit und Härte zu verfolgen." Während der Bundesinnenminister von einer "fremdenfeindlich motivierten Amokfahrt" spricht, titeln Sie gleich mit "Rassistischer Terroranschlag im Ruhrgebiet", obwohl Schizophrenie lt. Tagesspiegel beim Täter vorliegt.
02.01.19
13:55
Kritika sagt:
An Frederic Voss und Mitleser, Genau über das, was Sie beanstanden, Herr Voss, darüber hat sich Kritika ebenfalls gewundert. Die Erklärung des Verhaltens der Islamiq-Leuten erscheint mir, dass - aus islamistischer Sicht - in Bottrop vielleicht Gläubige zu Schaden gekommen sind und in dem von Ihnen geschilderten Fall - - über den die Presse ebenfalls deutlich berichtette - - vermutlich lediglich Ungläubige, unbelievers, zu schaden kamen. Von unbelievers sagt bekanntlich der Heilige und edle Koran: diese seien bei Allah schlimmer als das Vieh. ( In die heutigen Sprache übersetzt: die Ungläubigen sind der letzte Dreck.) Schade, diese Form der Islamiq'sche Berichterstattung trägt vermutlich nicht zum besseren Verständnis unserer Islamischen Fremden bei. Gruss, Kritika.
02.01.19
19:51
grege sagt:
Man darf Verbrechen nicht relativieren. Dieses Verbrechen muss mit den entsprechenden Instrumenten eines Rechtsstaates geahndet werden. Aber meinem Vorredner muss ich insoweit rechtgeben, dass Verbrechen von Mirgranten bzw. Muslimen eher leisegetreten werden.
03.01.19
14:49
grege sagt:
.... in diesem Blog
04.01.19
20:17
Emanuel Schaub sagt:
Ob "Schizophrenie" vorlag oder nicht hat wohl der tagesspiegel nicht zu entscheiden...! Ist nur merkwürdig dass der "Kranke" so differenziert diese Mitbürger "ausgewählt" (Pardon für den Ausdruck). Adolf Hitler gilt bei etlichen 2Fachleuten" als krank ,war er deshalb schuldunfähig??? Die Asylbewerber werden sofort als schuldfähig betrachtet, weil es zupass kommt. Jeder Täter muss diffrenziert beurteilt werden und Taten verhindert -ganz gewiss nicht durch Einteilung von karanken /gesunden Tätern. gruss emanuel
07.01.19
11:24