Myanmar

Bundestag: Regierung soll sich stärker für Rohingyas einsetzen

Abgeordnete im Bundestag haben einen interfraktionellen Antrag an die Bundesregierung gestellt. In dem fordern sie eine Klärung der Krise in Myanmar und Unterstützung für die Rohingya. Lediglich die AfD sehe keinen Handlungsbedarf.

20
04
2018
Der Bundestag möchte die Rohingya stärker unterstützen. © shutterstock
Hass gegen Rohingya auch im Netz © shutterstock

In einem interfraktionellen Antrag appellieren Union, SPD, FDP und Grüne an die Bundesregierung, sich stärker um die verfolgte Minderheit der Rohingyas zu kümmern. Die Rohingyas müssten endlich eine umfassende Staatsbürgerschaft in Myanmar erhalten, erklärte der SPD-Bundestagsabgeordnete Frank Schwabe am Freitag in Berlin. Weiter müssten die Gräueltaten aufgearbeitet und die dafür Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Der interfraktionelle Antrag wurde an die entsprechenden Ausschüsse überwiesen.

Linke, die einen eigenen Antrag einbrachten, und Grüne kritisierten den Zeitpunkt für die Initiative. Diese sei richtig, aber sie hätte schon viel früher erfolgen müssen, sagte die Grünen-Abgeordnete Margarete Bause. Zudem hätte die Linke miteinbezogen werden müssen.

AfD wütet gegen Rohingya

Dagegen erklärte der AfD-Abgeordnete Jürgen Braun, es sei unklar, wer in Myanmar Täter und Opfer sei. Jahrelang hätten die muslimischen Rohingya die buddhistische Bevölkerung terrorisiert.

Die Rohingya sind eine in Myanmar entrechte und verfolgte ethnisch-religiöse Minderheit. Laut den Vereinten Nationen sind die Rohingya weltweit eine der am stärksten unterdrückten Ethnien und bezeichnen das Vorgehen gegen die Rohingya in Myanmar als Genozid(KNA, iQ)

Leserkommentare

Manuel sagt:
Die Regierung sollte sich auch stärker für die Kurden einsetzen!
22.04.18
13:00
SoWas sagt:
Tja, der deutsche Bundestag ... zuständig für alles und jeden ... am Besten auf der ganzen Welt .... Ich kann es nicht mehr hören und nicht mehr lesen.... vor Ort Probleme ohne Ende, aber in der ganzen Welt moralisierend unterwegs sein wollen. (Für die Leser: Dies bedeutet nicht, dass ich staatliche Angriffe und Unterdrückungen/Repressalien gut finde. Meine Blickrichtung ist nur eine andere.) Vielleicht sollten sich die Parlamentarier mal um einige Probleme in der EU kümmern? Beispiele: -Verkauf von EU Pässen an russische Oligarchen in Zypern. -Unterdrückung russischer Minderheiten in den baltischen Staaten. -Briefkastenfirmen in Malta, Luxemburg (und sogar Deutschland). -Ausnutzung von Leiharbeitsfirmen aus Polen, Rumänien und Bulgarien -Geldwäsche in Deutschland durch italienische Mafia u.s.w. u.s.f Grüße Thomas
23.04.18
10:50
Andreas sagt:
@Manuel Das eine schließt das andere nicht aus. Aber die Situation ist nicht vergleichbar. Vor allem: Welche Kurden meinen Sie?
24.04.18
9:00
Prinzessin Rosa sagt:
Geopolitisch für Deutschland uninteressant und Öl oder Wirtschaft haben sie auch nicht. Big Brother USA ist auch nicht interessiert.... so who the F*** are the Rohingyas! (Ironie)
24.04.18
14:15
Manuel sagt:
@Andreas: Sicher ist die Situation vergleichbar, Erdogan vertreibt und ermordet Kurden in Syrien, aber da kniet sich die Kanzlerin wiedermal hin, statt endlich einmal Erdogan die Stirn zu bieten.
25.04.18
18:10