Wien

Security-Mitarbeiter verprügelt Kundin

In Wien wurde eine Kundin vom Security-Mitarbeiter der Müller-Filiale verprügelt und beschimpft. Die Drogeriemarktkette widerspricht. Eine vermutlich islamfeindliche Straftat liegt vor. Die Polizei ermittelt.

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2017
Security-Mitarbeiter verprügelt Kundin in Müller-Filiale © Screenshot Viyana Manset Haber
Security-Mitarbeiter verprügelt Kundin in Müller-Filiale © Screenshot Viyana Manset Haber

Am Donnerstag ist es in der Floridsdorfer (Wien) Filiale des Drogeriemarktes Müller zu einem handgreiflichen Übergriff gegenüber einer Kundin gekommen. Die Kundin hat zahlreiche körperliche Verletzungen erlitten.

Wie die Facebook-Seite „Rassistische Übergriffe und Diskriminierung in Österreich & Co.“ am Sonntag mitteilte, habe der elektronische Sicherheitsdurchgang der Filiale Alarm geschlagen, als die Kundin das Geschäft verlassen wollte. Beim zweiten und dritten Durchlauf, blieb das Alarmsignal erneut aus. Nachdem der Security-Mitarbeiter auch in der Handtasche der Kundin nichts fand, die er laut Berichten ohne Erlaubnis durchsuchte, wollte er bei der jungen Frau eine Leibesvisitation durchführen. Doch damit eskalierte die Situation.

„Kopftuchschlampe!“

Als die junge Frau damit drohte, die Polizei anzurufen, verdrehte der Sicherheitsmann Medienberichten zufolge ihr den Arm, warf sie auf den Boden, prügelte auf sie ein und schlug ihr Kopf mehrmals gegen einen „Redbull-Kühlschrank“. Eingreifende Frauen wurden von dem Sicherheitsmann als „Kopftuchschlampe!“ beschimpft.

Darüber hinaus wird berichtet, dass die Leitung der Müller-Filiale den jungen Opfern einen Gutschein angeboten habe, um zu gewährleisten, dass der Fall nicht in die Medien gebracht werde. Dieser wurde abgelehnt. Eine Anzeige wurde bereits erstattet.

Müller: „Detektiv hat sich lediglich verteidigt“

Nachdem der Vorfall in den sozialen Medien bekannt wurde, riefen viele User zu einer Boykott Aktion gegen diese Müller-Filiale auf. Daraufhin meldete sich auch die Müller-Filiale zu Wort und veröffentlichte ihre Stellungnahme über Facebook. „Fremdenfeindlichkeit sowie Gewalt haben keinen Platz bei Müller. Natürlich nehmen wir die Vorwürfe gegen unser Sicherheitspersonal sehr ernst. Nach Sichtung des kompletten Videomaterials auf den Überwachungskameras unserer Filiale Floridsdorf können wir euch mitteilen, dass sich die Vorwürfe gegen unseren Hausdetektiv nicht bestätigen“, heißt es in der Stellungnahme.

Vielmehr wurde dieser ohne Vorwarnung von den drei Kundinnen körperlich angegriffen. Der Detektiv habe sich lediglich verteidigt. „Da die Kundinnen sehr aggressiv auftraten und sich nicht beruhigen ließen wurde die Polizei eingeschaltet, die sich dem Vorfall nun annimmt“, so Müller weiter.

Die Pressestelle der Landespolizeidirektion Wien teilte IslamiQ auf Anfrage nun mit, dass sie vorerst nichts Weiteres zu dem Fall sagen können. Sie bestätigen jedoch den Vorfall. Näheres werden die Ermittlungen ergeben.

Leserkommentare

Jürgen Uther sagt:
Es mag sein, dass sich der Mitarbeiter, der nichts mit Sicherheit zu tun hat, sich gegen die drei eingreifenden Kundinnen zur Wehr setzen musste, das davor, was Ursache ist, wird in der Stellungnahme von Müller ausgeblendet. Wenn der Mitarbeiter für Sicherheit zuständig sein soll, dann auch gegenüber der von ihm angegriffenen Kundin. Dann hätte er auch das Nicht wieder Anschlagen des Alarmes in sein Verhalten gegenüber der Kundin einbeziehen müssen. Also eine zurückhaltende Verfahrensweise wäre geeigneter gewesen.
13.11.17
20:30
Frederic Voss sagt:
Falsches, schlimmes Verhalten von Konzern-Überwachungspersonal finden Sie überall. Das kann im Prinzip jedem passieren, unabhängig von seiner religiösen Verortung. Berichten Sie auch in großer Aufmachung, wenn keine Kopftuch-Frauen betroffen sind?
14.11.17
10:38
Marlies sagt:
Die Situation ist sehr unübersichtlich. Offenbar gab es den Verdacht, dass die Frau etwas gestohlen hat. Das wollte der Security-Mitarbeiter anscheinend überprüfen. Dem widersetzte sich die Frau allerdings, und zwar scheinbar nicht gewaltfrei. Entsprechend ist die Situation soweit eskaliert, dass weitere Frauen den Security-Mitarbeiter angriffen und er sich wehren musste. Es ist gut, dass der Fall bei der Polizei gelandet ist und untersucht wird. Dass Moslems das gleich wieder als vermeintliche Islamfeindlichkeit auslegen und den Security-Mitarbeiter vorverurteilen ist allerdings mal wieder typisch und zeigt nur, dass Moslems die Konfrontation mit den Gesellschaften ihrer Gastländer suchen.
14.11.17
14:39
Kritika sagt:
L.S. Schon häufig hat sich Islamiq empört über angebliche schlechte Behandlung von KopftuchSture Muslims; im Bus, in der Schnellbahn - nur um später kleinlaut zuzugeben, dass es um das Eis ging, das eine rücksichtslose Muslim Göre mitgebracht hatte; oder um ein Hamburger oder - - -. Warten wir doch lieber ab, was die Polizei/Justiz dazu sagt, falls die nicht bald genug von beleidigte Muslims haben und den Fall als ungeklärte MuslimLapalie in den Papierkorb werfen. - - da « riefen viele User zu einer Boykott Aktion gegen diese Müller-Filiale auf » Wieviele denn? waren es 3? dann finden Muslims das sicher schon viel; Kritika nicht. Schade, dass schon wieder Kopftuchfrauen Polizei und event. Gericht beschäftigen. "Marlies" sagte dazu - - - « zeigt nur, dass Moslems die Konfrontation mit den Gesellschaften ihrer Gastländer suchen. » Gruss,Kritika.
17.11.17
0:56
Cosmopolit sagt:
Es wundert nicht das die Rechtsextremen Islam/Muslimhasser immer mutiger werden und ihre feigen und hinterhältigen Angriffe, welche ihrer Charakterlichen Natur entsprechen, immer häufiger zum Ausdruck bringen wenn in den Parlamenten selbiger Länder immer mehr Rechte einziehen. Die Polizei hätte die Situation recht schnell klären können, trotzdem eskalierte diese weil der Rechte Prügel-detektiv seine Chance gekommen sah Christlich-Europäische Kultur, oder zumindest das was er darunter versteht, einer wehrlosen Muslimin zu näher zu bringen. Mit dem Blick auf dieses Verhalten sieht man nur wie erbärmlich diese missratenen Gestalten der neuen Islam/Muslimhassenden Rechten unter AFD/FPÖ und Konsorten sind.
19.11.17
12:37