Staatsreligionen

Studie: Islam ist häufigste Staatsreligion

Laut der neuen Pew-Studie bevorzugen weltweit 80 Staaten eine bestimmte Religion. Der Islam ist in 27 Ländern eine Staatsreligion.

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Islam häufigste Staatsreligion, Religion
Symbolbild: Der Islam. © Edward Musik / CC 2.0 / flickr

Mehr als 80 Staaten weltweit bevorzugen – offiziell oder inoffiziell – eine bestimmte Religion. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichte Analyse des Washingtoner Forschungsinstituts Pew Research Center, das Daten aus 199 Ländern und Gebieten ausgewertet hat.

Der Islam taucht demnach am häufigsten als Staatsreligion auf. 27 Länder, die meisten davon im Nahen Osten und Nordafrika, seien offiziell islamisch. In 13 Ländern, darunter neun in Europa, werde hingegen das Christentum oder ein bestimmte christliche Konfession als Staatsreligion bezeichnet.

40 weitere Regierungen bevorzugten inoffiziell eine bestimmte Religion, so die Forscher. In den meisten dieser Fälle handele es sich um eine christliche Glaubensrichtung. So bekommen christliche Kirchen den Angaben zufolge in 28 Ländern eine Vorzugsbehandlung – etwa in steuerlichen oder eigentumsrechtlichen Fragen. (KNA, iQ)

Leserkommentare

Manuel sagt:
Und in welchen dieser Ländern herrscht nur annäherend sowas wie Minderheitschutz, Demokratie und Meinungsfreiheit?
10.10.17
18:25
Charley sagt:
Ich wüsste mal gern, in welchen europäischen Ländern "Christentum" eine vergleichbare Postition haben soll, wie in denjenigen Ländern in denen Islam Staatsreligion sein soll! Ich vermute eher, dass es wirklich kein europäisches Land gibt, in dem Christentum so eine staatsbejahte Positions hat. Diese 9 europäischen Länder können nicht "inoffiziell" eine bestimmte Religion/Christentum bevorzugen, da diese bevorzugenden Länder in den 40 gezählt werden! Das mit der steuerrechtlichen oder auch eigentumsrechtlichen Behandlung müsste klarer dargelegt werden. Die Kirchensteuer ist historisch gewachsen, als Islam noch überhaupt keine Rolle spielte. Eigentumsrechte entstammen der Enteigung/Rückgängig machen derselben aus der napoleonischen Säkularisierung.
10.10.17
22:38
Enail sagt:
Ich würde mal sagen, wenn es noch mehr islamische Staaten geben würde, wäre das Elend, die Kriege und die Not auf unserer Erde noch größer. Schauen wir nach Asien, hier Afghanistan und Pakistan, dann gehen wir in den Nahen Osten und weiter nach Afrika. Wie geht es dort den Menschen? Nicht immer ist der Westen schuld an dem Elend und der Armut in den islamischen Ländern. Es gibt auch Saudi Arabien, Kuwait, die arabischen Emirate, den Iran. Dort scheint es den Menschen besser zu gehen, jedoch sind sie nicht frei in ihrem Denken, denn eine Demokratie findet man in keinem dieser Länder, d.h. in keinem einzigen islamischen Land. Ich bin der Ansicht, dass Demokratie und Islam zusammen nicht funktionieren. Denn im Islam ist schon die Gleichberechtigung nicht vorgesehen. Sei es Gleichheit der Geschlechter oder Gleichheit, egal welcher sexuellen Ausrichtung man anhängt, kennt man nicht und lehnt es auch ab. Sicher ist es nicht nur die Religion, auch die Kultur spielt eine Rolle. Aber Kultur und Religion/Islam sind so miteinander verwoben, dass selbst der Gläubige oft den Unterschied nicht kennt. Das sieht man am Kopftuch, das im Islam nicht vorgeschrieben ist, für Frauen aber ein Symbol ihrer Religion ist. Die Religion, oder ist es doch die Kultur, unterstellt der Frau, dass sie mit ihrem Körper und mit ihren Haaren nur darauf bedacht ist, den Mann zu verführen. Darum verlangt der Islam, oder ist es doch die Kultur, dass Frauen sich verhüllen und bedecken. Man könnte daraus schließen, dass der muslimische Mann seinen Körper nicht beherrscht. Eigener Fortschritt, Entwicklung und Entdeckung findet in diesen Ländern kaum statt, und wenn, dann ist es vom Westen abgekupfert. Kürzlich las ich das Buch "Nach Afghanistan komm Gott nur noch zum Weinen" das vom Schicksal einer Frau explizit und den Frauen insgesamt im Islam und in der Kultur handelt. Einfach nur erschreckend für eine westl. sozialisierte Frau. Man kann es sich kaum vorstellen,wie man mit Frauen in islamisch geprägten Ländern umgeht. Jedes zweite Wort von Männern in dieser Kultur sind Befehle an die Frau. Und jeder Satz beinhaltet Befehle des Propheten und Allah, was die Frau zu tun und zu lassen hat. In solchen Gesellschaften kann kein Frieden einkehren. Insgesamt wäre es für unsere ganze Erde zum Vorteil, Religionen würden sich aus politischen Geschäften heraus halten. Jeder kann glauben oder auch nicht, und niemand erhebt für seine Religion den alleinigen Wahrheitsanspruch oder Herrschaftsansprucjh. Zumindest sind wir hier im Westen soweit in unserer Entwicklung, dass es für unser friedliches Zusammenleben und den Fortschritt uninteressant ist, was jemand glaubt. Probleme macht der Islam, weil es eben nicht nur Glaube ist, sondern eine Lebensweise, die sich auf alle Gebiete des Lebens ausbreitet und für alles seine Vorschriften hat. Der Islam ist ein Bremsklotz für jegliche Entwicklung. Für Frauen, die hier im Westen dafür kämpfen die sichtbaren Zeichen der Religionszugehörigkeit bei uns auch im öffentlichen Leben zu installieren, habe ich keinerlei Verständnis. Es wäre vielleicht angebracht, ehrlich gesagt, ich selber möchte mich einer islamischen Kultur nicht aussetzen, dass diese Frauen in islamische Länder gehen und dort auch eine Zeit leben. Ob sie dann immer noch so begeistert vom Islam sind? Nach der Lektüre des Buches ist es für mich noch unverständlicher, wie gerade sich Frauen dieser von Männern beherrschten Religion freiwillig unterwerfen wollen. Hier haben Frauen den Vorteil, dass sie in einer Gesellschaft leben, in der der Islam noch nicht überwiegt und sie die gleichen Rechte haben wie die Männer auch. Zumindest haben sie den Anspruch auf Gleichberechtigung. Wie die Männer dieser Religion damit umgehen, steht auf einem anderen Blatt, und wie Frauen sich den Männern, gezwungen oder freiwillig, unterordnen. Ich denke, jeder, der das Elend auf der Welt sieht, kann nicht ernsthaft wollen, dass sich der Islam auch in Europa ausbreitet. Das wäre ein Schritt rückwärts in unserer gesamten Lebensweise, für Frauen auf jeden Fall. Wohin wollte man dann noch fliehen? Vielleicht könnten Muslime darüber nachdenken, wie sich ihre Religion und die damit verbundenen, ständigen Forderungen, auf eine freie, offene Gesellschaft, die keine Bekleidungs-oder Essenvorschriften kennt, auswirkt. Diese offene freie Gesellschaft würde verloren gehen, würde der Islam hier das Sagen haben. 70% der Deutschen sind der Meinung, dass der Islam nicht zu unserem Land gehört. Damit ist die Religion mit ihren Vorschriften gemeint und nicht die Muslime selbst. Denn wie ich schon anfangs schrieb, Islam und Demokratie funktioniert nicht und ich denke doch, dass, zumindest nehme ich das an, alle hier lebenden Menschen die Demokratie einem islamischen geprägten Staat vorziehen. Den letzten Satz in dem Bericht verstehe ich als Kritik. Ich möchte da nur anfügen, dass diese Länder aller Wahrscheinlichkeit nach, auch christl. geprägt sind. In einem islamischen Land sind christ. Institutionen entweder nicht gleichberechtigt oder ganz verboten.
11.10.17
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