Bundestagswahlen 2017

Religionsvertreter sorgen sich um Stimmung in Deutschland

Heute sind die Bundestagswahlen. Mit Blick auf die Ergebnisse sorgen sich Religionsvertreter der Muslime und Juden um die Stimmung in Deutschland.

24
09
2017
Pegida
Symbolbild: Demonstration, Kundgebungen Pegida © by blu-news.org auf Flickr (CC BY-SA 2.0), bearbeitet islamiQ

Vertreter von Judentum und Islam sorgen sich mit Blick auf die Bundestagswahl am Sonntag um die Stimmung in Deutschland. Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, befürchtet, dass sich die AfD künftig vermehrt antisemitisch äußern könnte. „Es ist eine Partei, die gegen Minderheiten Stimmung macht“, sagte Schuster dem „Tagesspiegel“ (Sonntag). Im Moment seien das vorwiegend Muslime. „Ich bin aber überzeugt: Wenn das Thema Muslime nicht mehr interessant sein sollte und es wäre zudem politisch wie gesellschaftlich opportun, dann könnte es sehr wohl andere Minderheiten treffen. Dazu zähle ich auch Juden.“

Schuster sagte, es bedrücke ihn, dass Umfrageinstitute einen Einzug der AfD in den Bundestag nach den Wahlen am Sonntag mit mehr als zehn Prozent für möglich hielten. „Ich hätte mir vor vier, fünf Jahren nicht vorstellen können, dass einer rechtspopulistischen Partei in Deutschland ein zweistelliges Ergebnis vorausgesagt wird.“

Der Vorsitzende des Islamrates, Burhan Kesici, erklärte am Samstag in Berlin, auch andere Parteien hätten populistisch gegen Interessen von Muslimen agiert. „Das Aufgreifen islamfeindlicher Parolen der AfD durch die etablierten Parteien hat dazu beigetragen, dass Islamfeindlichkeit inzwischen salonfähig geworden ist.“ Zudem habe sich keine der etablierten Parteien „ausdrücklich“ für Sorgen und Interessen der Muslime eingesetzt.

Das politische Klima habe sich für Muslime in den vergangenen Jahren verschlechtert. „In diesem Wahlkampf mussten wir mitansehen, wie Muslime und der Islam zu Wahlkampfzwecken teils dämonisiert wurden“, sagte Kesici. Er rief zugleich Muslime auf, am Sonntag zur Wahl zu gehen.

„Gegen rechtsextremistisches Gedankengut kann nur sinnvoll vorgegangen werden, wenn an der freiheitlich demokratischen Grundordnung weiter festgehalten wird und insbesondere religiöse Minderheiten und Schutzbedürftige wie Flüchtlinge nicht zur Projektionsfläche wahltaktischer Kalküle gemacht werden“, so Kesici. (KNA, iQ)

Leserkommentare

Frederic Voss sagt:
Nicht islamisch organisierte Bürger sorgen sich leider auch immmer mehr um weitreichende Einflußnahme von islamischen Religionsvertretern und deren politische Ambitionen.mit islamisch motivierten Umgestaltungswünschen in der Gesellschaft.
26.09.17
12:57
Kritika sagt:
L.S. « Gegen rechtsextremistisches Gedankengut kann nur sinnvoll vorgegangen werden, wenn an der freiheitlich demokratischen Grundordnung weiter festgehalten wird » --------- Kritika meint: Unsere freiheitlich-demokratishe Grundordnung ist mit der NPD fertig geworden, sie wird schon auch mit der AfD fertig. Viel kritischer wäre eine gefährlich starke Islam. Die freiheitlich-demokratishe Grundordnung kann nur Bestand haben, wenn wir dafür sorgen, dass die kritische Masse an Muslims nicht erreicht wird. In keinem der ~ 50 Islam-beherrschtem Länder gibt es eine freiheitlich-demokratishe Grundordnung. In vom Islam beherrschten Länder herrschen vom Volk nicht gewählte Mufties und vom demokratischen Parlament nicht beschlossene Scharia-Gesetze. Damit der Islam nicht auch in Deutschland Fuss fassen kannn, müssen wir SonderRechte, die sich Muslims einfach genommen haben wieder abstellen: Zum Beispiel: Kein Provozieren mit Religiöse Kleidung in der Öffentlichkeit. Keine Islamische Indoktrination an unmündige Kinder. Keine Beschneidung. Kein Halal Siegel. Kein Kindergeld ab - sagen wir - dem 3ten Kind. Sehr restrektive Zuwanderung von Muslims. Dass 2/3 der Einwohner Deutschlands der Islam als Bedrohung wahr nimmt, müssen unsere Parlementarier / muss unsere neue Regierung durch massregelender Gesetzestext entgegenwirken. Kritika meint: Ohne Islam wäre die Welt wesentlich friedlicher.
30.09.17
1:34