Islamfeindlichkeit

Pegida in Großbritannien gegründet

In Großbritannien gründete sich ein Ableger der islamfeindlichen Bewegung aus Dresden. Pegida-UK kündigte an, gegen die Islamisierung und die Flüchtlingsinvasion Großbritanniens vorzugehen.

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2016
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Union Jack Großbritannien Flagge © by blu-news.org auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ

In Großbritannien gründete sich ein Ableger der islamfeindlichen Pegida-Bewegung aus Deutschland. Die sogenannten „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung Gro0britanniens“ wenden sich nach ihrer Selbstdarstellung gegen den Aufstieg und die Verbreitung des Islam, als faschistische Ideologie.

Der offizielle Start der islamfeindlichen Bewegung erfolgte kürzlich in einem Pub in Bedfordshire unter der Leitung des ehemaligen Führers der rechtsextremen und islamfeindlichen Organisation English Defence League (ED), Tommy Robinson.

Bei der Pegida-Gründung behauptete Robinson: „Wir haben in diesem Land ein ideologisches Problem mit dem Islam. Der Islam kann nicht in geringster Art und Weise an die britische Gesellschaft und Kultur assimiliert werden. Unsere politischen Führer und unsere europäischen Staats- und Regierungschefs agieren mit ihrer Flüchtlingspolitik gegen die Interessen der Europäer. Wir sprechen hier schon von einer Invasion durch die Flüchtlinge.“ Außerdem kündigt Robinson an, dass es sich Pegida zur Aufgabe machen wird, die Menschen über diese Invasion aufzuklären und eine Öffentlichkeit zu schaffen. Er betont jedoch auch, dass sich Pegida ganz klar von den Inhalten und den Methoden der islamfeindlichen English Defense League abgrenzt. „Wir sind keine anti-muslimische Bewegung. Wir halten Muslime selbst für Opfer ihrer faschistischen Religion“, so Robinson weiter.

Trotz der Versuche, Rassismus-Vorwürfen vorzubeugen, gibt es jetzt schon kritische Stimmen in Großbritannien, genau wie in Deutschland, die der Pegida-Bewegung islamfeindliche Hetze und Rechtspopulismus vorwerfen und sich gegen diese vehement zur Wehr setzen.

Der Bürgermeister der britischen Stadt Birmingham, wo Pegida ihre erste Demonstration plant, gab bereits bekannt, diese Bewegung nicht zu unterstützen und zu einer Gegendemonstration aufzurufen. In einer offiziellen Erklärung kritisierte er die neu gegründete Bewegung, deren „Ideen sich auf Vorurteile, Intoleranz und Hass stützen“.

Die antifaschistische Gruppe „Unite Against Fascism“ kritisierte, dass die neue Pegida-Bewegung nur eine weitere Manifestation der aktuell rechtspopulistischen Gesinnung in Großbritannien sei. Pegida ziele darauf ab, durch massenhafte Verbündete in anderen Teilen des Landes und Europas, gegen Minderheiten und bestimmte gesellschaftliche Gruppen, wie in diesem Fall Muslime und Flüchtlinge zu hetzen und zu mobilisieren. „Diesem Vorhaben müssen wir uns widersetzen“, heißt es in einem Statement der linken Gruppe.