Islam

Jesus und Maria im Koran

Auch wenn Weihnachten ein christliches Fest ist, sind Jesus und Maria für Muslime sehr wichtige Personen, die im Koran mehrfach erwähnt werden. Während Maria die einzige Frau im Koran ist, die namentlich genannt wird, gehört Jesus zu den wichtigsten Propheten.

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12
2015
Christmas is coming
Weihnachten : Ein Fest der Christen © by Cornelia Kopp auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ

Die nächsten Tage sind für viele Christen die besonderste Zeit im Jahr und auch werden Muslime, die in Europa leben, of gefragt, ob sie Weihnachten feiern. In der islamischen Tradition wird Weihnachten nicht gefeiert. Jesus und Maria haben aber einen besonderen Wert im Islam. Sie werden im Koran als voldbildhafte Menschen beschrieben. Von Menschen, die keine Propheten waren und im Koran als besondere Menschen erwähnt werden, nimmt Maria einen besonderen Platz ein. Sie brachte Jesus auf die Welt und wird als gläubige, gottgefällige und geduldige Frau beschrieben. Diese beiden Menschen, die trotz vieler Ungerechtigkeiten Allah sehr verbunden waren und stets bei ihm Zuflucht suchten, werdem im Koran wie folgt erwähnt: „… ‚O Maria! Wahrlich, Allah verkündet dir (frohe Botschaft) durch ein Wort von ihm: (einen Sohn), sein Name ist Messias, Jesus, der Sohn der Maria, angesehen in dieser Welt und im Jenseits, einer der (Allah) Nahestehenden.’“

Maria ist die einzige Frau im Koran, die namentlich erwähnt wird. Die 19. Sure im Koran wird nach ihr benannt. Ihr Anstand, ihre Frömmigkeit, aber auch Eigenschaften wie Sündenlosigkeit wurden öfter in den Quellen erwähnt. Ihr Sohn Jesus ist einer der großen und wichtigen Propheten. Seine Geburt war ein Wunder, weil er ohne Vater geboren wurde.

Maria hatte ihr Leben als junges Mädchen dem Gottesdienst gewidmet. Sie wohnte in einem Zimmer der Al-Aksa Moschee in Jerusalem und war ständig mit Gebeten und Gottesdiensten beschäftigt. Den Koranversen nach sandte Allah den Engel Gabriel in Menschengestalt zu Maria. Er verkündete der beängstigten Jungfrau Maria, dass sie einen vaterlosen Sohn gebären wird. Er teilte ihr die Eigenschaften ihres heiligen Sohnes mit und auch welch schwierige Zeit er vor sich haben würde.

Um auf das Wunder der Jungfrauengeburt hinzuweisen, nennt der Koran Jesus immer „den Sohn der Maria“. Denn der Koran teilt die christliche Vorstellung, dass Maria eine Jungfrau war, als sie Jesus gebar. Im Koran wird allerdings die Menschlichkeit des Propheten deutlich hervorgehoben. Durch die gesamte Überlieferung hindurch wird Jesus grundsätzlich als Prophet Gottes bezeichnet, den Allah den Juden gesandt hat, die mit der Zeit von den Lehren Moses und anderer Gesandter abgekommen waren.

Leserkommentare

Stefan Weinert sagt:
"Im Koran wird allerdings die Menschlichkeit des Propheten deutlich hervorgehoben." Um Weihnachten feiern zu können, muss man/frau kein Christ sein, sondern es reicht schon, die WÜRDE des MENSCHEN zu achten.
25.12.15
1:14
Charley sagt:
Wann fängt Weihnachten an? Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,  wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,  wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,  wenn der Laute bei dem Stummen verweilt,  und begreift, was der Stumme ihm sagen will,  wenn das Leise laut wird und das Laute still,  wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,  das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,  wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht  Geborgenheit, helles Leben verspricht,  und du zögerst nicht, sondern du gehst,  so wie du bist, darauf zu,  dann, ja, dann fängt Weihnachten an.  (© Rolf Krenzer)
25.12.15
11:42
Charley sagt:
Das mit der Jungfräulichkeit ist wirklich ein "Wunder". Woher hatte er sein y-Chromosom, wodurch jmd " Mann" ist und wie kann er "ein Sohn Davids" sein, wenn die Abstammungslinie, wie übrigens im neuen Testament ausdrücklich gesagt, über Josef ging, als dessen Sohn Jesus auch ausdrücklich bezeichnet wird? Ergo: Selbstverständlich war Josef der leibliche Vater, worauf auch apokryphe Evangelien hinweisen. "Sündlos" war der Zeufungsakt, weil beide kein Bewusstsein davon hatten, weil es "im Schlaf", also ohne persönliche Begierdenhaftigkeit passierte.
26.12.15
0:03
Charley sagt:
Teil 1: "Göttliche Vaterschaft": war in der griechischen Mythologie häufig (Zeus usw.). Nur waren diese "Götter/-Väter" Engel (Apollon = Erzengel Michael). Sie hatten darum ihr persönliches Menschsein über ragende Seelenkräfte in sich und wirkten "im /aus dem Geiste ihres Gottes". So könnte man den christlichen " Ritter St. Georg" auch einen "Sohn Apollons" nennen. Die Gottessohnesschaft Jesu, die ihm ja erst seit seiner Taufe im 30 Lebensjahr zugesprochen wird, beruht auf seiner vollkommenen Durchdringung mit dem Prinzip der Liebe. Diese ist ohn-mächtig, da sie freilassen das Gegenüber bejaht. Der Schöpfer ist all- mächtig, weil er im Anfang nie noch kein Gegenüber haben kann.
26.12.15
12:38