
Die EU-Kommission will Diskriminierung entschlossener bekämpfen. In einer neuen Strategie fordert sie ein „Europa ohne Rassismus“ und kündigt strengere Maßnahmen an.

Bis heute gibt es keine Gerechtigkeit: Wer verübte den rechtsextremistischen Brandanschlag auf das Flüchtlingsheim in der Lübecker Hafenstraße? Dreißig Jahre nach der Tat bleiben Täter unbehelligt und zentrale Fragen unbeantwortet.

Lichter und Kränze statt Worte: Hanau gedenkt der Opfer des rassistischen Anschlags. Auch an den Gräbern im In- und Ausland wird an sie erinnert.

Staatsschützer warnen vor der Radikalisierung sehr junger Menschen im Netz. Für besonders gefährlich halten sie Chatgruppen der „Terrorgram“-Szene, die rechtsextremistische Attentäter verherrlicht.

Ab dem 5. Januar 2026 steht der Nachbar der in Arnum getöteten Rahma A. wegen Mordes vor Gericht. Bis heute ist das Motiv der Tat umstritten.

In Chemnitz hat ein 34-Jähriger einen 26-jährigen Mann geschlagen und rassistisch beleidigt. Die Polizei prüft ein rassistisches Motiv.

In Berlin-Wedding hat ein Mann drei muslimische Frauen islamfeindlich beleidigt und bedroht. Nur das Eingreifen eines Passanten verhinderte eine Eskalation.

Fast jede zweite Muslimin und jeder zweite Muslim in Europa berichtet von Diskriminierung: Der European Islamophobia Report 2024 dokumentiert einen deutlichen Anstieg antimuslimischer Vorfälle – auch in Deutschland.

In deutschen Sportvereinen ist Alltagsrassismus stark verankert, bleibt jedoch oft unsichtbar: weniger als ein Viertel der Befragten erkennt die Benachteiligung von Muslimen als problematisch. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Wuppertal.