Ist ein drogensüchtiger Krimineller 32-Jähriger ohne Migrationshintergrund für zwei Anschläge auf Moscheen in Bielefeld verantwortlich? Die Polizei sagt ja und sieht die Fälle als abgeschlossen an. Die muslimische Community äußert aber Zweifel an den Darstellungen zu den Tathergängen.
Was passierte in der Krawallnacht von Hamburg? Die Schura hat eine Erklärung veröffentlicht, in der sie die Geschehnisse einordnet und mutmaßliche salafistische Jugendliche als Verantwortliche benennt. Gleichzeitig distanziert sie sich von Extremismus.
„Was ist da nur passiert?“, fragen sich viele angesichts der Meldungen aus Hamburg. Hier traf eine Gruppe von mutmaßlichen Salafisten auf kurdische Demonstranten. Die Lage eskalierte. Dabei leben alle Beteiligten seit Jahren friedlich nebeneinander.
Eigentlich wollte man feiern. Doch erneut wurden drei Moscheen in Deutschland Opfer islamfeindlicher Angriffe. In Delmenhorst wurde ein Schweinskopf abgelegt. In Alzey ein blutverschmierter Puppenkopf hinterlassen, ebenso wie in Stadthagen.
In ihrem Kommentar geht Saliha Balkan auf die jüngsten Anschläge auf Moscheen in Deutschland ein und macht darauf aufmerksam, dass es sich um keine Einzelfälle mehr handelt. Sie ruft zur geschlossenen Teilnahme an der Aktion „Muslime stehen auf gegen Hass und Unrecht“ auf.
Als Reaktion auf den Auftritt der sogenannten „Scharia-Polizei“ patrouillierte eine Gruppe von Rechtsextremisten als „Stadtschutz Wuppertal“. Die Extremisten geben vor die Bevölkerung vor „Islamisten“ schützen zu wollen. Die Politik hält sich mit Verurteilungen der Aktion zurück.
Muslime haben die Aktion „Scharia-Polizei“ von bekannten Salafisten aus Wuppertal als Provokatoin scharf kritisiert. Gleichzeitig rief man dazu auf, den Salafisten nicht unnötig Aufmerksamkeit zu schenken.
Sie gehen durch die Straßen mit Warnwesten und nennen sich „Scharia-Polizei“. Salafisten in Wuppertal sorgen für einen Aufschrei in Medien und Politik. Doch wirklich strafbar scheint das Handeln nicht zu sein.
Ist Verschweigen der richtige Umgang mit einem möglicherweise politisch-motivierten Anschlag? So jedenfalls scheinen es Ermittler zu sehen. Immer wieder wird Muslimen geraten, die Opfer einer islamfeindlichen Straftat wurden, zu schweigen. Doch die Strategie scheint nicht aufzugehen.
Hat man den Täter? Die Staatsanwaltschaft Berlin hat wegen eines Anfangsverdachts Ermittlungen gegen einen Tatverdächtigen im Fall der Berliner Mevlana Moschee aufgenommen. Ob es sich wirklich um den Brandstifter handelt, steht allerdings noch nicht fest.