Muslime wurden erstmals vom Erzbistum Berlin zum Fastenbrechen eingeladen. Man wolle den Ramadan wertschätzen. Kirchenintern gibt es auch Kritik.
Wie können Muslime besser in Rheinland-Pfalz integriert werden? Darüber verhandelt Rot-Grün mit islamischen Religionsgemeinschaften. Was sagt die CDU-Opposition dazu?
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat anlässlich des islamischen Fastenmonats Ramadan zu gegenseitiger Wertschätzung der Religionen aufgerufen und den Islam als Teil Deutschlands bezeichnet. Die CSU widerspricht Merkel.
Der Bayerische Rundfunk entfernt das Halbmond-Logo, welches bei Ramadan-Sendungen gezeigt wurde. Dies soll die Folge der scharfen Kritik gewesen sein. Nurhan Soykan vom Koordinationsrat der Muslime (KRM) bedauert die Entscheidung.
Laut einer Emnid-Umfrage halten 500 Befragte die CDU unter Angela Merkel für weniger christlich-konservativ. So würde es deutlich werden, dass die CDU auch für muslimische Mitbürger eine politische Heimat darstellt, sagt der CDU-Generalsekretär Peter Tauber.
Der Ramadan ist der Monat des Fastens, des Korans und der Spiritualität – weniger eine Zeit von Festen und Feiern. Welchen Hintergrund das hat, erklärt Ali Mete.
Zwei Drittel der Flüchtlinge, die 2014 nach Deutschland kamen, sind Muslime. Während des Fastenmonats ist für viele die Sehnsucht nach der Heimat besonders stark. Mit viel Aufwand ermöglichen Einrichtungen Muslimen, Ramadan zu feiern.
Muslime in Großbritannien verurteilen Gewalt und Terrorismus im Namen des Islams und distanzieren sich von der Organisation Islamischer Staat (IS).
In Deutschland gibt es neben den christlichen Kirchen etliche nichtchristliche Religionsgemeinschaften. Dies ist eine Bereicherung und die Normalität, kann aber auch zur Herausforderung werden. Worin diese Herausforderung auf muslimischer und christlicher Seite besteht, diskutiert Ali Mete.
Der Islamwissenschaftler Thomas Bauer sagt, dass der Ramadan ein wichtiges Identitätsmerkmal für Muslime sei. Gleichzeitig sei ein Rückgang an Spiritualität zu beobachten.