Dresden

Frau mit Kopftuch an Haltestelle islamfeindlich beleidigt

Zwei unbekannte Männer haben eine 32-jährige Frau mit Kopftuch an einer Straßenbahnhaltestelle in Dresden islamfeindlich beschimpft und bedroht. Die Polizei ermittelt.

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Passantin mit Kopftuch © Shutterstock, bearbeitet by IslamiQ.
Passantin mit Kopftuch © Shutterstock, bearbeitet by IslamiQ.

An einer Straßenbahnhaltestelle im Dresdner Stadtteil Prohlis ist eine Frau rassistisch beleidigt worden. Wie die Polizei mitteilte, wurde die 32-Jährige am Montag an der Haltestelle „Jacob-Winter-Platz“ auf der Prohliser Allee von zwei bislang unbekannten Männern beschimpft.

Die Frau, die ein Kopftuch trug, sei zunächst verbal beleidigt worden. Einer der Männer habe sich anschließend drohend vor sie gestellt und sie rassistisch beschimpft. Danach seien beide Täter mit einer Straßenbahn geflüchtet.

Der Haupttäter wird als etwa 1,80 Meter groß, schlank und blond beschrieben. Er habe kurze, nach oben frisierte Haare getragen sowie eine dunkle Jacke mit großen weißen Zahlen oder Buchstaben und eine helle Hose. Sein Begleiter sei etwa 1,70 Meter groß, kräftig gebaut, habe einen hellen Bart getragen und eine dunkle Mütze aufgehabt.

Die Polizei ermittelt wegen Beleidigung und sucht Zeugen. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter entgegen.

930 Angriffe auf Muslime erfasst

In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 wurden insgesamt 930 Angriffe auf Muslime in Deutschland registriert. Zu den Delikten zählten neben Körperverletzung auch Beleidigung, Volksverhetzung, Sachbeschädigung sowie die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die meisten Angriffe wurden dem rechten Spektrum zugeordnet (794), während linksextreme Täter nur drei Fälle ausmachten.