Beim interreligiösen Iftar der IGGÖ kamen in Wien Vertreter von Religionen, Politik und Gesellschaft zusammen. Ehrengast war Bundespräsident Alexander Van der Bellen. Das Treffen stand im Zeichen von Dialog und Zuversicht.

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) hat zu ihrem traditionellen interreligiösen Iftar eingeladen und dabei zahlreiche Vertreter aus Religion, Politik und Zivilgesellschaft versammelt. Die Veranstaltung fand am Dienstagabend im Schloss Cobenzl in Wien statt und stand unter dem Motto „Zeit für Zuversicht“.
Als Ehrengast nahm Bundespräsident Alexander Van der Bellen teil. IGGÖ-Präsident Vural würdigte dessen Teilnahme in seiner Eröffnungsrede als deutliches Zeichen der Wertschätzung für das Engagement der muslimischen Gemeinschaft im Land. Neben dem Staatsoberhaupt nahmen unter anderem die frühere Justizministerin Alma Zadić, Vertreter gesetzlich anerkannter Religionsgemeinschaften, Botschafter sowie Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Gesellschaft teil.
Nach dem Gebetsruf wurde gemeinsam das Fasten gebrochen. Bei der traditionellen Dattelzeremonie betonten Van der Bellen und Vural die verbindende Bedeutung des Ramadan für Dialog und Begegnung. In seiner Ansprache hob Vural die Rolle von Religion in gesellschaftlichen Spannungszeiten hervor. Zuversicht sei „kein passives Warten auf bessere Zeiten“, sondern eine spirituelle Kraft, die Menschen zu Zusammenhalt und Mitgefühl befähige. Religion dürfe „niemals Öl im Feuer von Konflikten sein“, sondern müsse zum Frieden beitragen.
Der interreligiöse Iftar gilt als fester Termin im Ramadan-Kalender der IGGÖ und hat sich nach Angaben der Veranstalter zu einem wichtigen Forum des Austauschs zwischen Religionsgemeinschaften in Österreich entwickelt. Ziel sei es, Begegnung zu fördern und das gegenseitige Verständnis in einer pluralen Gesellschaft zu stärken. Die IGGÖ dankte den Gästen für ihr Kommen und ihr Engagement für den interreligiösen Dialog.