Ramadan

Israel beschränkt Zugang zu Freitagsgebeten auf dem Tempelberg

Zu Beginn des Fastenmonats Ramadan erlässt Israel Beschränkungen für Muslime. So dürfen nur 10.000 Palästinenser zum Freitagsgebet auf den Tempelberg.

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02
2026
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Jerusalem Tempelberg
Symbolbild: Al Quds © shutterstock, bearbeitet by iQ.

Israel beschränkt im muslimischen Fastenmonat Ramadan den Zugang zu den Freitagsgebeten auf dem Tempelberg in Jerusalem. Wie die zuständige israelische Behörde am Mittwoch mitteilte, sollen maximal 10.000 Menschen aus dem besetzten Westjordanland eine Tagesgenehmigung erhalten.

Einen Antrag einreichen können demnach Männer über 55 Jahre, Frauen über 50 Jahre sowie Kinder bis zum Alter von 12 Jahren, die in Begleitung eines Verwandten ersten Grades kommen. Die Regelung erfolge vorbehaltlich einer Prüfung der Sicherheitslage.

Keine Aussage machte die Behörde dazu, ob Palästinensern aus den von Israel besetzten Gebieten die Einreise nach Jerusalem an anderen Wochentagen außer freitags gestattet wird. Palästinenser aus dem Gazastreifen werden anders als in früheren Jahren nicht zu den Gebeten gelassen.

Bei der Rückreise am Ende des Gebetstags müssen sich die Palästinenser aus dem Westjordanland laut der zuständigen Koordinationsstelle für Regierungsaktivitäten in den besetzten Gebieten an den Checkpoints „einer digitalen Dokumentation unterziehen“. Muslime im Besitz der israelischen Staatsbürgerschaft können die heilige Stätte ohne Beschränkungen besuchen. (KNA, iQ)