Europäische Union

EU hilft bei Krise in Myanmar mit 63 Millionen Euro

Millionen Menschen in dem südostasiatischen Staat sind auf Hilfe angewiesen. Viele Rohingya sind geflohen und leben in Flüchtlingslagern. Die EU will helfen – in Myanmar und auch in Nachbarländern.

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Rohingya-Muslime in Bangladesch
Rohingya-Muslime in Bangladesch © Shutterstock, bearbeitet by IslamiQ.

Fünf Jahre nach dem Militärputsch in Myanmar stellt die Europäische Union 63 Millionen Euro zur Unterstützung der Menschen bereit. „Mit dieser neuen Finanzierung werden humanitäre Partner weiterhin lebensrettende Hilfe leisten, von Nahrungsmitteln und Unterkünften bis hin zu Notfallversorgung und Bildung für Kinder“, teilte die zuständige EU-Kommissarin Hadja Lahbib mit.

Die EU hatte das Geld bereits für Süd- und Südostasien vorgesehen und bestimmt jetzt, wie es verwendet wird.

38,6 Millionen Euro sollen in Myanmar unter anderem für Unterkünfte für Vertriebene, Zugang zu sauberem Wasser und Noternährung verwendet werden. Mit 23,4 Millionen Euro soll lebensrettende Hilfe für die fast 1,2 Millionen Rohingya-Flüchtlinge in Bangladesch unterstützt werden.

Das Militär des südostasiatischen Landes war seit 2017 mit beispielloser Gewalt gegen die Rohingya – eine muslimische Minderheit – vorgegangen. Mehr als 700.000 Menschen flohen in das Nachbarland Bangladesch. Im Januar begann vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag ein Prozess gegen Myanmar, dem Völkermord an den Rohingya vorgeworfen wird. Myanmar weist die Vorwürfe zurück. Vergangene Woche zerstörte ein Brand Hunderte Unterkünfte in einem überfüllten Flüchtlingslager für Rohingya in Bangladesch.

Die Armee in Myanmar hatte am 1. Februar 2021 geputscht und die demokratisch gewählte De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi entmachtet. Mittlerweile kontrollieren Widerstandsgruppen und Rebellen Teile des Landes. Die Kämpfe halten an. Mehr als 16 Millionen Menschen im Land sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. (dpa, iQ)