München

Orientalische Handschriften auf neuem Online-Portal verfügbar

Handschriften aus asiatischen und afrikanischen Schrifttraditionen sind ab Dienstag auf dem Online-Portal „Qalamosin“ einsehbar.

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06
2022
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Symbolfoto: Bücher führen uns in eine andere Welt © by Chris auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Handschriften aus asiatischen und afrikanischen Schrifttraditionen sind ab Dienstag in einer Datenbank online einsehbar. Das neue Portal „Qalamos“ enthält rund 135.000 Datensätze zu mehr als 120.000 physischen Objekten, wie die Bayerische Staatsbibliothek am Montag in München mitteilte. Das Portal solle möglichst vollständig die in Deutschland aufbewahrten orientalischen Bestände vereinen. Zudem würden auf diese Weise über 1.500 Jahre Schrift- und Kulturerbe erforscht und für die Zukunft nutzbar gemacht. „Qalamos“ bedeute in einigen Sprachen so viel wie Schreibrohr. Der Begriff stehe für Vielfalt und Verbundenheit.

Insgesamt stünden Metadaten und Digitalisate in mehr als 160 Sprachen zur Verfügung, hieß es. Während aktuell noch Arabisch, Persisch und Osmanisch-Türkisch dominierten, würden in einer zweiten Projektphase südasiatische Sprachen den Schwerpunkt bilden. Auch internationale Kooperationen mit Sammlungen aus Indonesien, dem Jemen, Mauretanien und Österreich seien geplant.

Das Portal wird laut Mitteilung im Rahmen des bis 2023 angesetzten Projekts „Orient-Digital“ entwickelt. Initiiert hat es die Deutsche Forschungsgemeinschaft; beteiligt ist neben der Staatsbibliothek zu Berlin, der Bayerischen Staatsbibliothek und der Forschungsbibliothek Gotha auch das Universitätsrechenzentrum Leipzig. (KNA/iQ)