Not macht erfinderisch

Sim-Karte stattet ältere Handys mit nützlichen Funktionen aus

Eine neue SIM-Karte speziell für Muslime soll helfen, den Alltag besser zu meistern. Die Idee könnte funktionieren, weil die SIM-Karte speziell für ältere Mobiltelefonen konzipiert wurde. Es soll in ärmeren Regionen vertrieben werden.

26
11
2013
0

Nach Hotels für Muslime, Ganzkörperbadeanzügen (Burkini) für muslimische Frauen und Getränken wie „Mecca Cola“ gibt es jetzt eine neue Erfindung für Muslime: die Islamic SIM. Diese neue SIM-Karte wurde speziell für Muslime entwickelt und soll helfen, den Alltag zu meistern.

Die „Islamic SIM Services“ (ISS) erlauben den Nutzern über den Mobilfunkbetreiber Hinweise und Informationen zu erhalten, die helfen, die Gebetsrichtung zur Kaba zu bestimmen, die Gebetszeiten abzurufen, zwischen gregorianischem und arabischem Kalender umzurechnen oder das automatische Stummschalten des eigenen Handys während der Gebetszeit. Erfunden hat sie Yiannis Hatzopoulos, ein griechischer Elektroingenieur.

Lösung für alle Mobiltelefone

In Europa existiert ein ausgebautes Netz und ein schneller 3G-Internetzugang gehört zum Minimalstandard aktueller Mobiltelefone. Insofern stellt sich die Nutzung einer solchen SIM-Karte hierzulande nicht. Zahlreiche Apps auf Smartphones nehmen den Benutzern zahlreiche Kleinigkeiten des täglichen Lebens ab.

In den ärmeren Regionen sieht es anders aus. In den Ländern Afrikas und Asiens ist der Netzausbau noch lange nicht so weit fortgeschritten wie hier in Europa oder den USA. Dort werden vor allem Mobiltelefone der älteren Generationen benutzt und weiterhin verkauft. Hier fehlt es an Lösungen. Deswegen zielt die Islamic SIM vor allem auf den asiatischen und afrikanischen Raum. Denn sie unterscheidet sich von anderen Lösungen allein dadurch, dass sie sowohl auf älteren als auch neueren Geräten funktioniert.

Islamic SIM füllt eine Lücke

Der Entwickler selbst gibt an, dass die Islamic SIM derzeit von mehreren Netzbetreibern geprüft wird. Er geht aber davon aus, dass die Islamic SIM vor allem auf dem afrikanischen Markt funktionieren und eingeführt werden wird.

Die Idee für die Islamic Sim Card hatte Hatzopoulos nach eigenen Angaben, nach dem er vom Erfolg des islamischen Handys von LG im Jahr 2009 gehört hat. Er sah eine Lücke auf dem Markt für islamische Dienstleistungen. Also packte er alle wichtigen Funktionen, die für Muslime nützlich sind, in eine SIM-Karte, um auch ältere Mobiltelefone mit Zusatzfunktionen auszustatten.

Vermarktet werden die „Islamic SIM Services“ von Bluefish Technologies – einem bekannten Anbieter für SIM-Karten und Dienstleistungen im Telekommunikationsbereich.