Duisburg

Trampolinpark verweigert muslimischen Schülerinnen Eintritt

Mitarbeiter des Trampolinparks „Superfly“ haben in Duisburg drei muslimischen Schülerinnen den Eintritt verweigert. Grund: das Kopftuch.

24
10
2019
Trampolinpark
Trampolinpark

Mitarbeiter des Trampolinparks „Superfly“ haben in Duisburg drei muslimischen Schülerinnen den Eintritt verweigert. Grund sei das Kopftuch, welches laut „Benutzungsregeln“ des Parks verboten sei. Die Schülerinnen Ayşe, Aleyan (17) und Dilara (15) seien demnach von den Mitarbeitern aufgefordert worden, das Kopftuch abzulegen, so die Zeitung „Der Westen“.

Laut den „Sicherheitsbestimmungen“ des Parks, sei „das Tragen von Kopfbedeckungen jeglicher Art verboten – ganz egal, ob Style-Gründe oder die Religion im Vordergrund stünden“, so „Supefly“.  Die Mitarbeiterin habe zudem den Schülerinnen mehrfach versichert, dass es keine Diskriminierung sei. Trotzdem habe sich Ayşe „ausgeschlossen und diskriminiert“ gefühlt, erzählt sie der Zeitung. Daraufhin habe man den Schülerinnen angeboten, dass Kopftuch abzulegen. Sie sollen jedoch nicht eingewilligt haben.

Auf eine Anfrage von IslamiQ reagierte „Superfly“ nicht.

Kein Einzelfall

Zu ähnlichen Vorfällen kam es in der „Superfly-Kette“ in Wiesbaden. Im Februar wurde einer Muslimin der Eintritt in die „Superfly“ – Filiale verweigert. Auslöser dafür sei auch hier das Kopftuch gewesen, welches die Mitarbeiter aus „Sicherheitsgründen“ verboten haben sollen. Trotz der Tatsache, dass die junge Muslimin ihr Kopftuch ohne Nadeln gebunden und am Eingang ein Formular zur Selbsthaftung bei etwaigen Unfällen unterschrieben hatte, wurde ihr der Eintritt in das Trampolinpark verwehrt.

 

Leserkommentare

AfghanIBruder sagt:
Ob im Sportunterricht oder bei sonstigen sportlichen Aktivitäten, wie etwa Mannschaftssport (wieso gibt es keinen Frauenschaftssport eigentlich?) können im Wettkampf Ketten, Armbänder, Schals und eben auch Kopftücher sich verheddern und zu bösartigsten Verletzungen ja bis hinzu Strangulation führen. Hier kann ich die Beweggründe der Mitarbeiter klar nachvollziehen. Gegenwärtig ist es wirklich sehr schwer Muslimfeindlichkeit von anderen für die Allgemeinheit geltenden Regeln, Vorbestimmungen, Vereinbarungen etc. klar zu unterscheiden. Wichtig ist hierbei sich nicht immer und ständig in die Ecke gedrängt zu fühlen und sich somit in die Opferrolle, was zu schwerwiegenden Komplexbildungen führen kann, hineinziehen zu lassen. Beim nächsten Besuch sollten die drei Mädels sich einfach eine coole Mütze aufsetzen und sich den Spaß nicht verderben lassen.
24.10.19
19:54
Kritika sagt:
L.S. Es steht dem Hausherr zu, zu bestimmen, wen er in seinem Haus lässt. Wenn der Hausherr keine KopftuchMädchen mag ( und wer mach schon solche fremde Wesen ?) dann findet er schon Gründe den unerwünschten Gästen zu wehren. Sehr hilfreich war, dass er jegliche Kopfbedeckung von vornherein verboten hatte, -- als hätte er es geahnt. Gerade in einem Freizeitraum erhöht der Anblick aufdringlicher KopftuchFrauen nicht gerade die entspannte Freizeit Stimmung. Gut, dass dem Hausherr Sicherheitsbedenken einfielen. So konnte er bedenkenlos die Muslimische Fremdkörper vor der Tür setzen. Dass Aisa das nicht gefiel macht nichts. Vor der Tür konnte sie über ihre Koptuch-Provokation nachdenken. Und Wenn ihr Trampolin-Springen wichtiger war als Islamisieren -- Kopftuchlos wieder eintreten. Gruss, Kritika
24.10.19
23:50
Ethiker sagt:
Kritika, dann ab nach Anatolien, von dort kommen genetische betrachtet die Mehrheit der deutschen Bevölkerung. Oder sollte man es wie Kritika machen und selber sich mit Begrifflichkeiten wie Hausrecht breit machen wollen aber anderen das verwehren? Falls sich Kritika von einen Kopftuch provoziert fühlt, dann will er radikal Vernichtung der Kopftuchpräzens udn damit des Islams an sich. Das lässt sich ganz einfach sagen, das ist ein extremistischer Verhaltenszug. Da wundert es einen auch nicht woher der Radikalismus und Extremismus seinen Anfang hat. Die Geschichte lehrts. Von Richter zu Henker und jetzt wieder Richter. Man hätte sie nie sie Richter werden lassen, dann wäre der Menschheit viel Unheil erspart. Kritika sollte nicht Menschen mit dem dämlichen Radikalismus und Extremismus anstecken. Nur weil Kritika seine Probleme externalisieren muss, um von inneren Problemen abzulenken.
25.10.19
11:40
Emanuel Schaub sagt:
Kritika ,gibt Ihnen die tatsache nicht zu denken... ,dass selbst negative Reaktionen auf Ihre Einlassungen erfolgen?!... gruß emanuel
25.10.19
11:57
Lehrerin mit Kopftuch in NRW sagt:
Ich bin eine Kopftuch tragende Hauptschullehrerin in NRW und möchte Superfly in Düsseldorf und den Hi-Fly Trampolinpark in Hilden hervorheben. Immer sind dort Mädchen mit Kopftuch zu sehen, die mit ihren Schulklassen und/oder in ihrer Freizeit fröhlich springen. Auch ich werde immer sehr zuvorkommend und freundlich behandelt. Ich kann also sagen, dass wir dort immer das Gefühl haben, keine "fremden Wesen" zu sein und auch nicht "unerwünscht". Wir sind dort keine "muslimischen Fremdkörper". Unsere Kopftücher sind keine Provokation und sollen auch nicht der Islamisierung dienen. Schlechte Manieren und Dummheit können provozieren und machen hoffentlich bei der Mehrheit der nachdenkenden und reflektierenden Bevölkerung keine Werbung für solches Verhalten. - Da ich Deutsch und Geschichte unterrichte, kann ich zu dem üblichen Stundensatz der Schreiberin Kritika (ein eindeutig weiblicher Vorname - oder sollte sich jemand den Namen aus dem Comicspiel Kritika entliehen haben?) zuerst einmal Nachhilfe in Grammatik, Rechtschreibung und Satzbau geben. Dann stehen aber auch noch einige Stunden Geschichte/Politik an, um das Allgemeinwissen und die deutsche Gesetzeslage zu verbessern. Mit vielen Grüßen Lehrerin mit Kopftuch (und auch noch verbeamtet!)
25.10.19
12:34
Ute Fabel sagt:
Ganz abgesehen von Sicherheitsbedenken finde ich es völlig verständlich, dass Freizeitbetriebe gewährleisten wollen, dass sich ihre Gäste völlig unbekümmert entspannen können. Kommen Leute mit ideologisch umstrittenen Symbolen daher, kann das den angestrebten Erholungszweck anderer beeinträchtigen. Das größte Wiener Freibad hat Badegäste schließlich hinausgeworfen, die sich beharrlich weigerten, einen Sonnenschirm mit dem Parteilogo der rechtspopulistischen FPÖ abzuspannen. Die maulten dann auch, sie würden diskriminiert und ihre politischen Freiheitrechte würden mit Füßen getreten. Entschlossen zu bekämpfen ist verbohrter religiöser und politischer Dogmatismus und nicht der Umstand, dass sich diesem nicht alle bereitwillig unterwerfen wollen.
25.10.19
13:51
Nada sagt:
Also ich bin wirklich entsetzt über deinen Kommentar, Kritika. Daran sieht man, dass die Geschichte sich wiederholt und ganz direkt Menschen wegen der Religionszugehörigkeit in Deutschland diskriminiert und beleidigt werden.
25.10.19
18:47
Brad Lewis sagt:
Wenn nach den "Sicherheitsbestimmungen" dieses Sportparks Kopfbedeckungen aller Art nicht zulässig sind - der Anbieter hat ja auch das Hausrecht - kann nicht extra für Islam-Kopftücher, welcher Art auch immer, eine Ausnahme gemacht werden. So ist auch in fast allen Saunabädern die Nutzung in Badekleidung für jedermann (m/w/d) nicht gestattet. Islam-Vereine können ja auch eigene Sportparks oder Privat-Bäder bauen und dort eigene private Regeln - mit und ohne Verhüllung - aufstellen.
26.10.19
12:25
Ute Fabel sagt:
@Nada: "Menschen werden ganz direkt Menschen wegen der Religionszugehörigkeit in Deutschland diskriminiert und beleidigt." Es geht hier keineswegs eine Benachteiligung wegen der Religionszugehörigkeit, sondern einen unnachgiebigen Bekleidungsdogmatismus, dem sich der Betreiber eines Freizeitbetriebs verständlicherweise nicht fügen will. Wenn ein solcher Trampolinparkt jemandem den Zutritt verweigert, der ein Che-Guevara-Shirt trägt, hat das auch nichts mit Hass auf Marxisten oder gar politischer Verfolgung Linker wie zur Zeit des Nationalsozialismus zu tun.
29.10.19
11:33
Ethiker sagt:
Sehr geehrte Frau Lehrerin mit Kopftuch, Ethiker findet es ausgesprochen gut sich für die deutsche Sprache einzusetzen. Kann man sie diesbezüglich via Email erreichen? Mit freundlichen Grüßen Ethiker
30.10.19
20:50
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