Rechtsextremismus

Experten warnen vor Ausbreitung rechter Hetze

Rechte Hetze beschränkt sich nicht mehr auf Neonazi-Aufmärsche sondern wird über das Internet zu einem Alltagsphänomen. Nach neuen Wegen der Prävention sucht daher das Landes-Demokratiezentrum auf einer Fachtagung in Celle.

13
04
2018
Symbolbild: Rechtsextremismus © by Davidlohr Bueso auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ
Symbolbild: Rechtsextremismus © by Davidlohr Bueso auf Flickr (CC BY 2.0), bearbeitet islamiQ

Vor einer Ausbreitung rechter Hetze in Niedersachsen hat das Landes-Demokratiezentrum gewarnt. Rechte Parolen, fremdenfeindliche Äußerungen und diskriminierendes Verhalten seien längst nicht mehr nur in der rechtsextremen Szene zu hören, sagte der Leiter der für Prävention zuständigen Landeseinrichtung, Thomas Müller. Sie tauchten deshalb immer häufiger auch in Alltagssituationen auf. Verstärkt müssten deshalb die Ursachen für extremistische Einstellungen und nachhaltige Gegenstrategien in den Blick genommen werden.

Auf einer Fachtagung des Landes-Demokratiezentrums am Donnerstag (10.30 Uhr) in Celle suchen Experten nach neuen Strategien, um die Ausbreitung rechtsextremer Tendenzen in Niedersachsen zu verhindern. Ein Gutachten zur Extremismusprävention, dass in Celle vorgestellt werden soll, empfiehlt Maßnahmen gegen Rechtsextremismus bereits im Vor- und Grundschulalter. Erwartet werden zu der Tagung rund 200 Vertreter von Polizei, Schulen, Wissenschaft und Kommunen.

Zwar ist die Zahl der Rechtsextremisten in Niedersachsen weiter rückläufig, die Propaganda von Populisten aber greift im Internet immer weiter Raum. Diese schüren dort Hass gegen Fremde und insbesondere Muslime. Das Ergebnis sei, dass die Schwelle des Sagbaren sinke und der demokratische Grundkonsens in Gefahr gerate, warnt zumindest der Verfassungsschutz.

Während der Mitgliederschwund bei der rechtsextremen NPD anhält, ist eine Durchdringung der AfD mit Rechtsextremisten in Niedersachsen derzeit nicht festzustellen. Rechte Kameradschaften haben schon lange als Sammelbecken ausgedient. Durch das Internet haben sich die Verbreitungswege rechter Ideologie grundlegend verändert: Extremistische und populistische Strömungen vermischen sich auf einschlägigen Foren, wie der Verfassungsschutz beobachtet. (dpa, iQ)

Leserkommentare

Kritika sagt:
L.S. Es ist nicht der RechtsExtremismus, der die meisten Tödliche Angriffe in Deutschland verursacht. Es ist eine religiöse Sekte, die zum Töten aller aufruft, die nicht zu dieser Sekte gehören wollen und die soviel Verstand, Intelligenz und Urteilsvermögen besitzen, sich den FantasieGott dieser Sekte nicht zu unterwerfen. Kritika hofft, dass das Landes-Demokratiezentrum auf seiner Fachtagungen Wege findet, diese gefährlichste aller Sekten in Deutschland (gemessen an tötliche Mord-Angriffe pro Jahr) am Wachsen zu hindern und unschädlich zu machen. Gruss, Kritika
15.04.18
10:28
Esra Lale sagt:
Lieber Kritika, bitte vermeiden sie solche Vermutungen. Gruß, IslamiQ.
20.04.18
16:49
Prinzessin Rosa sagt:
@kritika: Das ist faktisch falsch. Und sie wissen es und schreiben es trotzdem. Sie handeln populistisch! Hallo Admin, mach endlich was !
19.04.18
11:05