Freitagspredigten, 04.11.2016

Hilfe und Freundschaft

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

04
11
2016
Gebetsketten
Muslimische Gebetsketten in einer Moschee © by Beggs auf flickr.com (CC BY 2.0), bearbeitet IslamiQ

In der Freitagspredigt der Islamischen Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) wird diese Woche die Hilfe Allahs, die ein Muslim durch Geduld und das Gebet erhält, behandelt. Fast jeden Tag begegnen Muslime Probleme, die sie nicht immer überwinden können. Allah gibt ihnen Kraft, gegen diese Probleme anzutreten.

Zwei Voraussetzungen, um Allahs Beistand zu erbitten, seien: das Gebet und die Geduld. Das Gebet sei der beste Zeitpunkt Allah um Hilfe zu bitten, da Muslime mit dem Gebet Allah ihre Ergebenheit zeigen.

Das beste Mittel, um das Leben zu meistern sei Geduld. Geduld sei eine Tugend, die überall wichtig sei, sei es in der Familie, in der Nachbarschaft oder im Beruf. Überall, wo Muslime mit anderen Menschen in Kontakt treten, sei Geduld notwendig, damit Muslime belohnt werden, ohne dass darüber abgerechnet werde.

Gefährte und Freund sein können

In der Freitagspredigt der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DITIB) wird das Thema Freundschaft behandelt. Der Mensch sei ein soziales Wesen und könne somit sein Leben nicht in Einsamkeit führen. Deswegen, sei es wohl der beste Weg, sich mit hochwertigen Gefährten und Freunden zu umgeben.

In einer Überlieferung ermahne der Prophet (s) die Muslime wie folgt: “Der Mensch gehört der Religion seines Freundes an. Folglich sollte jeder darauf achten, mit wem man Gefährten- und Freundschaften schließt”. Die beliebige und willkürliche Auswahl von Gefährten und Freunden könne, sowohl auf dieser Welt, als auch im Jenseits zu traurigen Folgen führen.

Auch sollte darauf geachtet werden, die Freundschaften nicht blindgläubig fortzuführen. Es ist Nichts als blinde Gutgläubigkeit, wenn man bei Situationen der Lüge und Ungerechtigkeit hinter dem Freund steht. Denn Freundschaft bedeutet nicht, hinter einer Lüge zu stehen, sondern dem Freund das Rechte und Gute zu empfehlen.

Die Freitagspredigt des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) stand diese Woche nicht zu Verfügung.

Jeden Freitag blickt die IslamiQ-Redaktion auf die Freitagspredigten der muslimischen Religionsgemeinschaften in Deutschland und gibt einen Überblick.

Leserkommentare

Holger Berger sagt:
Hier sind schöne Sätze zu lesen. Ein Satz jedoch ist höchst bedenklich: "Der Mensch gehört der Religion seines Freundes an." Ein Ermahnung, man solle letztlich nur mit Menschen der einzig richtigen Religionsgruppe Freundschaften schließen. Sind dann alle anderen Menschen die Feinde? Sollen allein Prediger oder Theoretiker festlegen können, was für die Allgemeinheit zu gelten habe? Meine Freunde erwähle ich mir lieber selber, egal ob Jude, Christ oder was sonst noch alles in dieser Welt existiert.
05.11.16
12:59
Holger Berger sagt:
Gute und wichtige Ermahnung: "Der Mensch gehört der Religion seines Freundes an. Folglich sollte jeder darauf achten, mit wem man Gefährten- und Freundschaften schließt." Am besten als Merkzettel ausdrucken und als Leitgedanken immer bei sich tragen.
06.11.16
15:34