
Am Donnerstag entscheidet der Internationale Gerichtshof im Rohingya-Prozess. Seit Dezember verteidigt sich Staatsrätin Aung San Suu Kyi vor dem Gericht.

In Myanmar wächst die Solidaritätsbewegung für Staatsrätin Aung San Suu Kyi. Sie wird des Völkermords an den Rohingya beschuldigt und muss sich nun vor dem Internationalen Gerichtshof rechtfertigen.

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) hat umfangreiche Ermittlungen wegen der Verfolgung der muslimischen Rohingya-Minderheit im südostasiatischen Myanmar autorisiert.

Seit Ausbruch der Unruhen in Myanmar wurden etliche Moscheen niedergebrannt oder geschlossen. Nun fordern Muslime in Myanmar Wiedereröffnung von Moscheen.

Bangladesch will im November mit der Umsiedlung von Rohingyaflüchtlingen auf eine hochwassergefährdete Insel im Golf von Bengalen beginnen.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) fordert die Aufhebung der Reisebeschränkungen von Rohingya in Myanmar.

Die Vereinten Nationen bezeichnen das Vorgehen gegen die Rohingya-Muslime in einem neuen Bericht weiterhin als Genozid. Eine Rückkehr der Geflüchteten sei unmöglich.

Myanmars Militär vertrieb im Sommer 2017 gewaltsam 740.000 muslimische Rohingya. Zwei Jahre später leben die Flüchtlinge noch immer ohne Aussicht auf Rückkehr in Lagern des Nachbarlandes Bangladesch.

Myanmar will Rohingya-Flüchtlingen die Rückkehr nach Myanmar erlauben. Das UN-Flüchtlingshilfswerk soll nun die möglichkeit einer Rückkehr prüfen.