
Immer wieder kommt es weltweit zu unmenschlichen Gräueltaten, Genoziden und Völkermorden. Im Gastbeitrag beschreibt Dr. Kerim Edipoğlu die Ursachen des Völkermords in Ruanda und Bosnien – und plädiert für eine Erinnerungskultur.

Die Vereinten Nationen bezeichnen das Vorgehen gegen die Rohingya-Muslime in einem neuen Bericht weiterhin als Genozid. Eine Rückkehr der Geflüchteten sei unmöglich.

Der ehemalige Politiker Donatello Poggi hatte in einem Artikel den Genozid an den bosnischen Muslimen in Srebrenica geleugnet und wurde dafür verurteilt. Das Schweizerische Bundesgericht hat diese Verurteilung nun aufgehoben.

Die Islamische Gemeinschaft Millî Görüş (IGMG) und die Hilfsorganisation Hasene International e. V. veranstalteten heute eine Konferenz mit dem Titel „Rohingya: Krise und Lösungen“. Ziel sei es, die humanitäre Krisensituation sowie mögliche Lösungswege in die Öffentlichkeit zu tragen.

Abgeordnete im Bundestag haben einen interfraktionellen Antrag an die Bundesregierung gestellt. In dem fordern sie eine Klärung der Krise in Myanmar und Unterstützung für die Rohingya. Lediglich die AfD sehe keinen Handlungsbedarf.

Die Vereinten Nationen bezeichnen das Vorgehen gegen die muslimische Minderheit der Rohingya in Myanmar als Genozid. Die Schuldigen müssten zur Verantwortung gezogen werden.

Amnesty International liegen Beweise für eine ethnische Säuberung an den Rohingya vor. Ein UN-Hochkommisar nennt die Situation in Myanmar „ein Paradebeispiel für ethnische Säuberung“.

Am 11.07.1995 wurde in Bosnien ein Völkermord begangen. Esra Ayari nahm an dem alljährlichen Friedensmarsch und der anschließenden Gedenkfeier am Massenbegräbnis in Srebrenica teil. Sie schreibt über ihre Eindrücke.

Heute vor 22 Jahren wurde in Bosnien ein Völkermord begangen. Mitten in Europa ermordeten serbische Soldaten mehr als 8.000 muslimische Bosnier in Srebrenica. Seither erinnern Muslime an sie.