
Die Slowakei gab offen bekannt, dass sie muslimische Flüchtlinge nicht aufnehmen möchte, weil sie die Befürchtung hat, dass sie sich nicht integrieren können. Ist es wirklich so einfach? Kaan Orhon erklärt es uns.

Das Leid der Flüchtlinge beginnt in der Heimat, wächst bei der Flucht und kennt in Deutschland meist kein Ende. Hilfe und Beistand ist gefragt. Doch wer hilft? Esra Lale sprach mit Vertretern der islamischen Religionsgemeinschaften.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland zeigt sich empört über die zunehmenden Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und fordert vehemente Reaktionen von der Politik. Pro Asyl unterstützt diese Forderung.
Für das Vorhaben keine muslimischen Flüchtlinge aufzunehmen, erntet die Slowakei große Kritik. Im Inland reagieren viele Einheimische jedoch mit Hetze und populistischen Stammtischparolen gegen Muslime und Flüchtlinge.

Die Slowakei will nur christliche Flüchtlinge aufnehmen und hat damit für Wirbel gesorgt. Das Innenministerium in Bratislava begründet das mit fehlenden Integrationsmöglichkeiten. Die Ablehnung muslimischer Einwanderer wird in östlichen EU-Staaten geteilt.
Traiskirchen ist ein exemplarischer Schauplatz für das fortwährende Leiden der Flüchtlinge in Europa. Dank des Türkisch-Islamischen Kulturvereins, der im Ramadan 2800 Flüchtlinge speiste, haben sie etwas Freude erfahren. Erdal Kaymaz, der Vorsitzende des Vereins erinnert sich zurück.
Die Türkisch Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB) hat Vorwürfe der Kurdischen Gemeinde Deutschland zurückgewiesen, die besagten, dass hiesige islamische Religionsgemeinschaften und Moscheen sich nicht in der Flüchtlingshilfe engagieren würden.
Immer wieder ist Traiskirchen in den Nachrichten. Es wird über das Elend der Flüchtlinge berichtet. Auch wenn Einzelpersonen oder Moscheen große Hilfe leisten, die unwürdigen Lebensumstände sind real. Wie erlebt es jemand, der hautnah am Geschehen ist? Jaqueline Arefie erzählt es uns.
Der Theologe und Soziologe Dr. Jürgen Micksch wird mit dem Erich Kästner-Preis ausgezeichnet. Der Presseclub Dresden ehrt damit sein vielfältiges Engagement für Toleranz, Humanität und interreligiösem Dialog.