
Für die Integration der Flüchtlinge sei die Religion ein wichtiger Faktor, so Experten. Zudem stehe die muslimische Gemeinschaft in Deutschland wegen der Zuwanderung von Flüchtlingen aus dem Nahen Osten nach Ansicht der SPD-Politikerin Bilkay Öney vor einem tiefgreifenden Wandel.

Der niedersächsische Verfassungsschutz warnt vor zunehmender Islam- und Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sieht durch die Flüchtlingssituation keine veränderte religiöse Landschaft in Deutschland. Von einer „drohenden Islamisierung“ sei demnach nicht die Rede.

Er nennt Asylbewerber „Invasoren“ und hetzt gegen Fremde und den Islam. Ausländerfeindliche Facebook-Posts von Lutz Bachmann führten im Januar zur Spaltung der Pegida-Spitze und haben nun auch strafrechtliche Konsequenzen.

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) sprach sich dafür aus, Christen in Flüchtlingsheimen vor Muslimen zu schützen. Eine separate Unterbringung nach Religion sei die beste Lösung. Patrick Hofmacher, der Geschäftsführer der Malteser Werke, die momentan mehr als 10.000 Flüchtlinge betreuen, ist anderer Meinung. Ein Gastbeitrag.

Das diesjährige Opferfest war vor allem für europäische Muslime ein besonderes Ereignis. Aufgrund der steigenden Zahl der Flüchtlinge in europäischen Städten, feierten viele Moscheegemeinde gemeinsam mit ihren Geschwistern und luden sie zum Essen ein.

Die Flüchtlingssituation beschäftigt Politik und Hilfsorganisationen weiterhin. Für Diskussionen sorgen die Forderungen nach getrennter Flüchtlingsunterbringung für Christen und Muslime. Die Meinung bleibt gespalten.

Kardinal Reinhard Marx erklärte, dass er eine Islamisierung durch die muslimischen Flüchtlinge nicht annehme. In Anbetracht der Einwohnerzahlen sei die Zahl der Flüchtlinge nicht entscheidend.
Der Bau von Moscheen stellt in Estland und Litauen einen Streitpunkt dar. Befürworter betonen ihre Relevanz bei der Integration der muslimischen Flüchtlinge in Gesamtgesellschaft.

Für ein glückliches Lächeln auf Kindergesichtern sorgte eine Krefelder Aktion anlässlich des Opferfestes. Etwa 500 Geschenkboxen wurden gesammelt und an Flüchtlingskinder übergeben.