
Eine aktuelle Studie zeigt: die Rückkehr zur Wehrpflicht stößt bei jungen Muslimen auf Vorbehalte. Diskriminierungserfahrungen und fehlende Zugehörigkeit bremsen die Bereitschaft zum Militärdienst.

Hitlergrüße, rassistische Parolen, antisemitische Sprüche – bei der Bundeswehr wurden im vergangenen Jahr deutlich mehr rechtsextremistische Vorfälle als im Vorjahr registriert.

Ein langwieriger Streit nähert sich seinem Ende, während das Verteidigungsministerium aktiv daran arbeitet, seelsorgerische Unterstützung für muslimische Mitglieder der Bundeswehr einzuführen.

Bislang gibt es nur christliche und jüdische Seelsorger. Jüngste Einsätze wie in der Türkei zeigen aber laut Jahresbericht, wie nötig auch islamische Geistliche sind.

Die Bundeswehr will Soldaten mit extremistischer Gesinnung künftig schneller aus der Truppe entfernen. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat das Kabinett am Mittwoch in Berlin beschlossen.

Eine Gruppe der Bundeswehr aus Eutin in Schleswig-Holstein besuchte vergangene Woche die Şehitlik-Moschee in Berlin.

Mehrere Politiker im Bundestag forderten die Bundesregierung auf, muslimische Militärseelsorger in der Bundeswehr einzusetzen. Muslimischen Soldaten dürfen diese Form der Unterstützung nicht verwehrt werden.