
Pegida ist ein Dresdner Phänomen. Nirgendwo sonst können so viele Anhänger mobilisiert werden. Andernorts ist auch der Protest meist stärker – eigentlich. Zuletzt kamen auch in Dresden Zehntausende zusammen. Wie es weitergeht, darüber sind die Pegida-Gegner uneins.

Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime (ZMD) Aiman Mazyek ist der Meinung, dass die hohe Anzahl der Flüchtlingen das Land wirtschaftlich und sozial stärken wird.

Heute Nachmittag findet eine „Hogesa“-Kundgebung in Köln statt. Bei der „Hogesa“-Demonstration vor einem Jahr kam es zu Krawallen, Straßenschlachten und Verletzten. Die Polizei möchte Ausschreitungen diesmal mit einem Großaufgebot verhindern.

Der Islamwissenschaftler Prof. Bülent Ucar sieht keine Gefahr einer Islamisierung Deutschlands, durch den großen Flüchtlingszuwachs.

Die Hutba (Freitagspredigt) wird beim wöchentlichen Freitagsgebet der Muslime gehalten und behandelt sowohl religiöse, als auch gesellschaftliche Themen. Jede Woche liefert IslamiQ einen Überblick.

Eine muslimische Partei hätte in Zukunft gute Chancen in Deutschland, meint Parteienforscher Jürgen W. Falter. Als Grund nennt er die steigende Zahl muslimischer Bürger aufgrund des Flüchtlingsstroms.

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) hat die Entwicklung des Fachs islamischer Religionsunterricht gelobt. NRW hatte als erstes Bundesland den bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht an Grundschulen eingeführt.

In mehreren Bundesländern beobachtet der Verfassungsschutz islam- und fremdenfeindlichen Gida-Bewegungen. In Sachsen, ihrem Geburtsland, nicht. Doch der Ruf danach wird lauter.

Vor kurzem beschloss eine Düsseldorfer Grundschule, dass ein Gesichtsschleier auf dem Schulgelände zu verbieten ist. Die Diskussion besteht weiterhin, mehrteilig wird dem Verbot zugestimmt.